Stefan Sedlaczek
Kaiserstraße 61
53721 Siegburg, den 09.02.2008

Bundeskanzlerin Angela Merkel
Bundeskanzleramt
Willy-Brandt-Straße 1
10557 Berlin

Verstaatlichtes Schulwesen als Bildungsmonopol für junge Menschen

Sehr geehrte Frau Dr. Merkel,

ob der Grundsätzlichkeit und Wichtigkeit des Themas ist es ja möglich, daß Sie die Anfrage von Frau Volkmann auf www.direktzurkanzlerin.de persönlich zu Gesicht bekommen haben.

Die Antwort des Presse- und Informationsamtes der Bundesrepublik legt andererseits nahe, daß dies nicht geschehen ist. Ich erlaube mir daher Ihnen meine Antwort darauf persönlich zu übersenden. Sie finden diese anliegend.

Sie stellen auf Ihrer Website dar, daß es Ihre Überzeugung ist, „ein hohes Maß an Veränderungsbereitschaft und Flexibilität“ aufzubringen und äußern weiterhin:

„Es gehört zu meinen festen Überzeugungen, dass nicht der Staat, sondern immer der einzelne Mensch in seiner unveräußerlichen Würde, in seiner Einzigartigkeit, aber auch in seiner Fehlbarkeit, im Mittelpunkt unseres Handelns stehen muss, und zwar vom Anfang seines Lebens bis zum Ende.“

Nichts davon findet sich für junge Familien und die jungen Menschen, die in staatlich monopolisierte Schulen genötigt und gezwungen werden – nicht um sich zu bilden, sondern damit diese dort unterrichtet und staatlich geformt werden. Jungen Menschen steht nicht – wie Erwachsenen – ein einigermaßen freier und auch privater Bildungmarkt offen, sie haben von Staats wegen gefälligst in Gleichaltrigenanstalten ghettoisiert zu werden, wo Ihnen reife und erwachsene Vorbilder fast völlig fehlen. Die beste Schule ist das Leben, heißt es seit Jahrhunderten. Nur wir reißen die jungen Leute aus diesem heraus – demnächst auch noch ganztägig und noch früher. Diese Problematik ist nicht nur Ländersache, sondern berührt grundlegende Menschenrechte, an deren Einhaltung die Bundesrepublik Deutschland gebunden ist.

Mit freundlichen Grüßen

Stefan Sedlaczek
Diplom-Verwaltungswirt

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