11. Februar 2009
Am morgigen Donnerstag, den 12. Februar 2009, von 13:05 bis 14:00 Uhr findet im Rahmen der Sendung „Nordwestradio unterwegs„ eine Podiumsdiskussion statt, die live im Radio übertragen wird und auch als livestream im Internet gehört werden kann. Nähere Informationen zu den Frequenzen und Empfangswegen gibt es unter http://www.radiobremen.de/nordwestradio/frequenzen
Teilnehmer sind Neubronners, Prof. Ladenthin (zugeschaltet), jemand von der GEW-Lehrergewerkschaft – und man versucht auch noch, jemanden von der Bildungsbehörde vors Mikrophon zu bekommen.
Für diejenigen, die in der Nähe wohnen: Die Aufzeichnung ist öffentlich und findet in der „Schulgeschichtlichen Sammlung“, Auf der Howisch 61-63, in Bremen-Hastedt statt.
7. Februar 2009
Haben Sie sich schon einmal überlegt, wieviel der Schulplatz für Ihr Kind jährlich kostet? Wenn ja, woher haben Sie konkrete Zahlen dazu erhalten?
In der Presse kursieren dazu beispielsweise folgende Angaben (bezieht sich auf Berlin):
Die Broschüre legt auch die Kosten der verschiedenen Schulformen offen. Am günstigsten für den Steuerzahler sind die Gymnasien. Hier schlägt ein Schulplatz pro Tag mit 7,43 Euro zu Buche. Es folgt die Gesamtschule mit 8,90 Euro und die Realschule mit 9,62 Euro. Wegen der besonderen Betreuung und der kleineren Klassen ist die Hauptschule mit Abstand am teuersten. Hier kostet jeder Schultag 14,24 Euro. Insgesamt sind die Kosten für alle Schulformen gestiegen, weil die Zahl der Schüler sank.
Welt online, 1. Dezember 2008: Ein Kind zu retten kostet 118 Euro
Wenn man nun von ca. 200 Schultagen pro Jahr ausgeht, würde man auf Kosten von knapp 1500 bis knapp 3000 Euro pro Schüler und Jahr kommen. Allerdings sind dabei noch nicht die Personalkosten berücksichtigt, und diese machen den Löwenanteil der tatsächlichen Schulkosten aus, nämlich 70-80%.
Die Gesamtkosten, die ein Schulplatz je nach Schulart pro Schüler kostet, erfährt man auch vom Statistischen Bundesamt. Eine weitere Quelle sind die von der Software AG – Stiftung Darmstadt in Auftrag gegebenen und vom Steinbeis-Transferzentrum für Wirtschafts- und Sozialmanagement Heidenheim erstellten Gutachten zu den Schülerkosten in verschiedenen Bundesländern.
In der Pressemitteilung zum Gutachten über die Schülerkosten im Jahr 2004 in Berlin heißt es dazu unter anderem:
Berlin. Staatliche Schulen sind teurer, als vom Senat bisher angenommen, die Finanzhilfe für freie Schulen in Berlin ist dagegen zu niedrig. Diesen Schluss erlaubt das von der Software AG – Stiftung Darmstadt in Auftrag gegebene und vom Steinbeis-Transferzentrum für Wirtschafts- und Sozialmanagement Heidenheim erstellte Gutachten zu den Schülerkosten in Berlin, das heute im Tagungszentrum der Bundespressekonferenz vorgestellt wurde.
Laut Statistischem Bundesamt hat die öffentliche Hand im Jahr 2004 für jeden Schüler an einer staatlichen Grundschule 4.500 Euro ausgegeben. Nach der Studie des Steinbeis-Transferzentrums haben die tatsächlichen Kosten pro Schüler im Jahr 2004 bei rund 6.266 Euro gelegen. Damit ergibt sich bereits bei einem Grundschüler eine Differenz von rund 1.766 Euro. „Weil die amtliche Statistik nicht sämtliche Kosten der staatlichen Schulen erfasst, ist auch die staatliche Finanzhilfe für die Privatschulen zu niedrig“, kritisiert Prof. Dr. Dirk Randoll von der Software AG- Stiftung. Dieses Beispiel lasse sich im Prinzip auf alle Schulformen übertragen, so Randoll: „Die Folge dieser Unterfinanzierung sind zum Teil überhöhte Schulgelder und eine Selbstausbeutung der Privatschulen, die die fehlenden Mittel durch Mehrarbeit ihrer Mitarbeiter, durch Sparmaßnahmen bei der Ausstattung und durch Eigenleistungen der Eltern versuchen auszugleichen.“
[...]
Die Steinbeis-Studie kommt zu dem Ergebnis, dass, je nach Schultyp,
Gesamtkosten in Höhe von ca. 4800 Euro (Realschulen) bis ca. 9.390 Euro (Hauptschulen) pro Schüler entstanden sind. Aufgrund ihrer besonderen Struktur bilden die Förderschulen (Sonderschulen) mit rund 14.841 Euro pro Schüler zu veranschlagenden Kosten eine Ausnahme. Wegen unsicherer Zahlenwerte lagen für Berliner Hauptschulen bisher keine Angaben des Statistischen Landesamtes vor.
[...]
Die Software AG-Stiftung will mit der Veröffentlichung von Studien zu den Schülerkosten in den einzelnen Bundesländern Transparenz in der
Kostenstruktur des Bildungswesens herstellen. „Nur wenn die tatsächlichen Kosten von Bildung bekannt sind, kann über deren Effizienz geurteilt werden. Maßnahmen lassen sich nur optimieren, wenn auch Finanzpläne mit ihren Werten stimmen“, begründet Prof. Dr. Dirk Randoll von der Software AG Stiftung. Schulen in freier Trägerschaft sollten ihre finanzielle Situation mit den politisch Verantwortlichen zukünftig auf der Basis objektiver und nachvollziehbarer Daten verhandeln können.
Das vom Gesetzgeber definierte Gleichheitsgebot werde offensichtlich in vielen Bundesländern verletzt, Schulvielfalt und Wahlfreiheit seien in Frage gestellt, so Randoll: „Ein Blick über die deutschen Grenzen zeigt, dass man in anderen Ländern dem Freien Schulwesen weit aus mehr und mit Erfolg bessere Entwicklungsmöglichkeiten einräumt.“
Weitere Gutachten zu Schülerkosten hat die Software AG Stiftung bisher für die Bundesländer Hessen, Baden-Württemberg, Sachsen, Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt erstellen lassen. Deren Veröffentlichung hat zum Teil bereits zu deutlichen Korrekturen in der Bildungspolitik der betroffenen Länder geführt.
Unter Was kostet ein Schüler in Deutschland wirklich? finden Sie Links zu den Daten für diejenigen Bundesländer, zu denen bereits Gutachten über Schülerkosten erstellt wurden.
Den Hinweis auf die Erhebungen der Software AG Stiftung verdanke ich einer Diskussion im Forum des Netzwerkes Bildungsfreiheit, die Idee zu diesem Post 1000Sunny und seinem Beitrag Was kostet ein Schüler?
6. Februar 2009
Familie Neubronner ist wohl Deutschlands bekannteste Homeschool-Familie. Sie selbst nennen sich „Freilerner“ um auszudrücken, dass sie dem informellen, intrinsisch motivierten Lernen den Vorzug geben und nicht einfach die Schulstunden mit Unterricht im 45-Minutentakt und streng nach Lehrplan ins eigene Zuhause verlegen. Vergangenen Dienstag, am 3. Februar 2009, wurde ihre Klage auf Befreiung ihrer Söhne Thomas und Moritz von der Schulpflicht vom Oberverwaltungsgericht Bremen in zweiter Instanz abgelehnt.
Wieder einmal wurde obergerichtlich darauf verwiesen, dass in Deutschland die Schulpflicht streng als Schulbesuchspflicht gilt und Homeschooling, Hausunterricht, freies Lernen ohne Schulbesuch keine Chance auf Anerkennung haben. Daran ändert sich auch dann nichts, wenn die betroffenen Familien bereit zur Zusammenarbeit mit Schulen und Behörden sind und die betroffenen Kinder bereit sind, sich an regelmäßigen Tests oder anderen Formen der Leistungs- und Wissensüberprüfung zu beteiligen.
Während mitten in Berlin in Schulen wahre Ghettos an Asozialität entstehen, wo Lehrer nicht mehr unterrichten können und Schüler nicht mehr lernen, wo weder Wissen noch gutes Sozialverhalten mehr vermittelt werden kann, wirft man den ca. 1000 deutschen schulbesuchsfrei lernenden Kindern und Jugendlichen immer noch vor, dass sie auf diese Weise kein adäquates Sozialverhalten erlernen würden und möglicherweise auch die akademische Bildung auf der Strecke bliebe. Die Realität straft diese Unterstellungen Lügen, wie sich immer wieder erweist. Doch was nicht sein soll, darf nicht sein, und an der strikten Schulbesuchspflicht wird nicht gerüttelt. Ganztagsschulpflicht, Kindergartenpflicht und sogar Krippenpflicht scheinen weitaus eher durchsetzbar als die Abschaffung der Schulpflicht zugunsten einer Bildungspflicht, wie es beispielweise in unseren Nachbarländern Österreich, Frankreich, Belgien und Dänemark gehandhabt wird.
Doch Familie Neubronner gibt nicht auf. Die Söhne werden weiterhin als Freilerner in Frankreich ihre Bildung vervollkommnen, und auch der juristische Weg in Deutschland wird weiterverfolgt werden. Ein ausführliches Interview über das Warum und Wie des häuslichen Lernens der Neubronners erschien in der ZEIT Online am 04.02.2009: Keine Schule, kein Stress
Familie Neubronner, Mutter Biologin, Vater Berufsfachschullehrer, unterrichtet ihre beiden Söhne Moritz (12) und Thomas (9) seit 2005 zu Hause. Das ist möglich, weil der Vater und die Kinder ihren Lebensmittelpunkt nach Frankreich verlegt haben. Die Mutter lebt weiterhin in Bremen, die Familie betreibt dort einen Verlag. Vor zwei Jahren klagte die Familie erfolglos auf Befreiung von der Schulpflicht vor dem Verwaltungsgericht Bremen. Nun ging sie vor dem Oberverwaltungsgericht Bremen in Berufung, blieb aber erfolglos. Nun bleibt ihr die Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision.
ZEIT ONLINE: Herr Neubronner, was haben Sie gegen die Schule?
Tilman Neubronner: Was ich an der Schule auszusetzen habe, ist der Zwang. Dass die Schule von sich behauptet, der einzig legitime Vermittler von Wissen und Sozialverhalten zu sein, und über die eigenen Erfolge keine Rechenschaft ablegen muss. Wir sind keine prinzipiellen Schulgegner. Doch eine zusätzliche Alternative würde das gesamte Schulwesen beleben.
ZEIT ONLINE: Wie kamen Sie dazu, ihre Kinder aus der Schule zu nehmen und selbst zu unterrichten?
Neubronner: Bevor wir nach Bremen kamen, haben wir im Allgäu gelebt und dort selbst eine Montessori-Schule mitgegründet. Wir haben unseren Sohn Moritz zwei Jahre als Schüler erlebt und gesehen, wie er von einem fröhlichen zu einem oft traurigen, misslaunigen und häufig kranken Kind wurde. In Bremen ging er kurz an eine Regelschule, auch unser Sohn Thomas wurde dort eingeschult. Beide reagierten sehr negativ auf die Schule. Nach drei Wochen haben wir das dann beendet.
ZEIT ONLINE: Wie hat sich Moritz seitdem verändert?
Neubronner: Er ist vergnügt, steht morgens gerne auf und war in der Zeit nie wieder krank.
[mehr ...]
Weitere Artikel zur neuesten Entwicklung im Fall Neubronner finden Sie in der WELT Online und FOCUS Online. Das Buch „Die Freilerner“ von Dagmar Neubronner erschien letztes Jahr im familieneigenen Genius Verlag.
Zum weiterlesen: ausführlicher Pressespiegel Teil 1 ud Teil 2
2. Februar 2009
Pippi oder Potter? lautet der Titel eines Essays in derStandard.at vom 30. Januar 2009.
Ich bin ein großer Pippi-Fan – vor allem durch meine Tochter, die tagelang die gleichen Pippi-Cassetten anhören mag. In meiner Kindheit dagegen spielten Pippi Langstrumpf und Astrid Lindgrens weitere Bücher und Romanfiguren kaum eine Rolle, ich wuchs mit der Augsburger Puppenkiste und den Geschichten von Michael Ende, Max Kruse und anderen, mit Karl May und Mark Twain auf. Mein Sohn ist ein sehr großer Harry Potter-Fan. Jedenfalls machte mich schon der Titel neugierig – und der Untertitel noch mehr:
Die Pädagogik der westlichen Welt wird immer mehr zu „Hogwarts“ – Ein Essay über Kindheitslektüre und das Produzieren von Trivialmaschinen
Fazit für mich: Der Essay ist lesenswert. Sicher könnte man an diesem Thema noch viel mehr Facetten finden. Spontan fiel mir etwa die Zunahme von Kindergärten mit bezeichnenden Namen wie „Villa Kunterbunt“ und die wachsende alternativpädagogische Szene ein, aber auch dass Harry Potter immer häufiger zur Schullektüre wird, was ich persönlich recht suspekt finde. Nicht nur, weil ich selber nicht zu den Fans zähle, sondern auch, weil ich mir nicht vorstellen möchte, dass die Lieblingslektüre vieler Kids in der Schule fein säuberlich seziert und analysiert wird. Fahren die Kids wohl wirklich auf eine Pädagogik, die zum Gehorsam erzieht, ab, oder versenken sie sich deshalb so sehr in diese Lektüre, weil sie der Erziehung zum Gehorsam so sehr ausgesetzt sind, dass ihnen diese Romane irgendeine Art von Erleichterung verschaffen können? Ist vielleicht das Heranziehen von Harry Potter als Schullektüre eine besonders perfide Art pädagogischer Übergriffigkeit?
Aber zurück zum Essay:
Von Einsamkeit ist die Rede, von Kindheitslektüre – und von Bildung. „Am Weg saß ein Schweinchen und weinte. Petzi und seine Freunde hörten es und liefen schnell zu ihm.“ Das sind die ersten Sätze, die ich lesen konnte, der Beginn des Pixi-Buches Petzi hat keine Angst. Sie vermittelten mir eine Ahnung davon, was im Leben Bedeutung hat, nämlich Freunde, und dass man lernt, ohne Eltern auszukommen. Heute weiß ich, dass sie mir vermittelten, was brauchbare Kinderliteratur ausmacht, nämlich, dass sie einigermaßen ohne Eltern auskommt. Petzi tut das, und Pippi tut es auch; ihre Mutter ist tot, und die Nähe zum Vater, König von Takatukaland, erträgt sie nur ganz kurz.
Überhaupt verzichtet sie auf alles, was man mit dem Begriff Erziehung verbindet. Einzig das Schulsystem in Argentinien lässt sie gelten: Da fangen die Oster- drei Tage nach den Weihnachtsferien an, und dann dauert es nur drei Tage bis zum Beginn der Sommerferien. Die Sommerferien ihrerseits hören am 1. November auf, und dann muss man sich abrackern, bis am 11. November die Weihnachtsferien beginnen. Schularbeiten sind in Argentinien verboten; nur manchmal kommt es vor, dass sich ein Kind in einen Schrank schleicht und Schularbeiten macht; aber wehe, wenn das jemand sieht. Das ist gute Kinderliteratur; vor allem für ein Lehrerkind wie mich war es das. Am besten allerdings gefiel mir die Art, in der Pippi schläft, die Füße auf dem Kopfpolster und den Kopf tief unter der Decke, in Anlehnung an die Art, in der Menschen in Guatemala schlafen, die einzig richtige Art zu schlafen überhaupt.
[...]
Was passiert dort, wo die „Traummännlein“ -Melodie erklingt und man mit Pippi Langstrumpf den Kopf unter die Bettdecke steckt, obwohl es so nicht vorgesehen ist? Es tut sich eine Zone des Weltvergessens auf, des Realitätsverzichtes, zugleich eine Zone der auditiven Wachheit, eine Situation, die in ihrer regressiven Freiheit an Zeiten erinnert, da man schon hören und fühlen konnte, einem die Weltbetrachtung im visuellen Sinn jedoch noch erspart geblieben ist. Das Kind füllt diesen akustisch und taktil definierten Raum mit Eigenem, mit Bildern, Ideen, traumhaft umgeformten Ängsten und Sehnsüchten, und erzielt, sofern es dabei nicht gestört wird, das, was man in einer psychoanalytischen Terminologie die libidinöse Besetzung des eigenen Imaginationsvermögens nennen kann. Die Verknüpfung von Vorstellung, Lust und Normenübertretung, das ist es, was nicht nur Sexualität nett macht, sondern vor allem aktive, neugierige, engagierte Welterfahrung ermöglicht, das, was wir in einem meines Erachtens viel zu umfassenden Sinn „Lernen“ nennen.
Ach ja, und der freie Raum, der für Kinder früher da war, bis sie in die Schule kamen, und auch dann noch an allen Nachmittagen und in allen Ferien da war, der wird immer mehr geschrumpft, welches Dreijährige geht denn nicht in den Kindergarten – der ganz modern selbstverständlich frühkindliche Bildung vermittelt – bald werden es schon die Einjährigen sein.
Vorstellung, Lust und Normenübertretung, also Ungehorsam, als Grundlagen des neugierigen, forschenden, buchstäblich „eigensinnigen“ Lernens, das ist in unserem primär selektionsorientierten Erziehungssystem nicht vorgesehen. Die Menschen tun es trotzdem, so weit die gute Nachricht, und merken sich letztlich, worauf sie Lust haben und was ihnen nützt und was nicht.
[...]
Systeme aber, die auf Triebunterdrückung basieren, denen es darum geht, den Voldemort im Menschen, also Lust und Aggression unter Verschluss zu halten und zu kontrollieren, neigen zur Systematisierung und Ausweitung wie in der Psychiatrie der Wahn. Die ganze Welt wird Hogwarts, man lernt unter Aufsicht ein Leben lang, kriegt alle paar Jahre die Prüfplakette und knapp vor dem Tod machen alle die gleiche Matura. Die Humboldt’sche Maxime, Ziel der Pädagogik sei es, Kinder ins Erwachsenenalter zu führen und selbstständiges Lernen zu ermöglichen, wobei die Fähigkeit zu Letzterem in der Regel mit dem Erlangen der Universitätsreife erreicht sei, gilt längst nicht mehr. Gymnasium und Studium funktionieren zunehmend gleich, Originalität ist verdächtig, und Ungehorsam führt zum Rauswurf.
Die ganze Welt wird Hogwarts – ja, das hatte auch etwas anders formuliert schon Ivan Illich zum Schluss seiner Entschulung der Gesellschaft geschrieben. Jedenfalls habe ich es so verstanden. Kann man hoffen, dass der im Innersten ungehorsame, neugierige, forschende, eigensinnig lernende und sich bildende Mensch auch dieses weltweite Hogwarts letztendlich zum Einsturz bringen wird.
Der Essay von Paulus Hochgatterer ist die gekürzte Fassung einer Preisrede zur Verleihung des österreichischen Radiopreises für Erwachsenenbildung.
Mit Dank an godany, dessen Kommentar zu 1000Sunny’s Das Ausmaß der Hilflosigkeit mich auf den Essay Pippi oder Potter aufmerksam machte.