Medien


Köln (ots) - Die Internetseite spickmich.de eröffnet kommenden Dienstag (08. April 2008) ein weiteres Meinungsforum zum Thema Schule. Unter www.schulradar.de können dann auch Eltern Noten z.B.  für die Schulleitung, das Schulgebäude oder die Lehrkräfte verteilen  und sogar Schulen in ihrer Umgebung vergleichen. <Quelle und weiterlesen>

Die Schüler bewerten bereits auf dem bekannten –und von den gleichen Betreiber der Schulradar.de– Schülerportal spickmich.de die Schulen in Kategorien wie “Qualität der Lehrer”, “Unterrichtsausfall”, oder “Mitbestimmungsmöglichkeiten”. Diese Noten werden auf Schulradar.de übernommen und liefern wichtige Eindrücke  aus Sicht der Schüler.

Sogar eine Möglichkeit, Fotos hochzuladen, um der eigene Beobachtung bzw. Meinung zu untermauern, sollte es geben. 

Wird dieses Portal zum gewünschten Schultransparenz führen?  Führt dies gar zu eine Besserung in der Bildungslandschaft Deutschlands?

Interessant (und meines Erachtens vielversprechender) fände ich es, wenn Schule.net in dieser Hinsicht tätig wäre… wie das jetzt aufgebaut ist (also, dass “anonyme” Bewertungen stattfinden–ohne eine öffentliche “zur Schau stellen”), bringt nicht das gleiche Ergebnis, wenn es darum gehen soll, daß Eltern sich über eine Schule informieren können.  Aber wenn es darum gehen soll, dass Schulen eine Rückmeldung bekommen sollen, womit sie gelobt/getadelt werden, scheint mir diesen Ansatz schon etwas produktiver zu sein…

 

 

*Wiederholung der Sendung vom 31. März:

Montag, 31. März, 1.45 Uhr (NDR)
Dienstag, 1. April, 9.40 Uhr (MDR)
Dienstag, 1. April, 0.20 Uhr (rbb)
Freitag, 4. April, 10.15 Uhr (3sat)
Samstag, 5. April, 7.15 Uhr (hr-fernsehen)
 

Die Gäste der nächsten Sendung am 31.03.2008, 22.45 Uhr DasErste

egbeckmannneubronner3.png

Dagmar und Tilman Neubronner

(Bremer Eltern, die gegen die gesetzliche Schulpflicht kämpfen und ihre Söhne zu Hause unterrichten)

Sie sind Deutschlands bekannteste “Homeschooling”-Familie. Seit zweieinhalb Jahren entziehen Dagmar und Tilman Neubronner ihre Söhne der gesetzlichen Schulpflicht und unterrichten Thomas (8) und Moritz (10) zu Hause.

Die Bremer wehren sich nicht aus Prinzip gegen das staatliche Schulsystem, sondern wollen nach eigenen Angaben lediglich ihre Kinder nicht gegen deren Willen zum Schulbesuch zwingen. Nun liegen sie deshalb im Clinch mit den Behörden: Ein Antrag auf Schulpflichtbefreiung wurde abgelehnt, die Familie flüchtete aus Angst vor Sorgerechtsentzug sogar ins Ausland.

Jetzt sprechen Dagmar und Tilman Neubronner bei “Beckmann” über ihre ungewöhnlichen Lehrmethoden und erklären, warum sie “Homeschooling” als Alternative zum Klassenzimmer sehen.

Hier ist die exklusive Vorabveröffentlichung des Romans von Vera F. Birkenbihl.

Originalton der Autorin: “Dies sind Auszüge aus meinem ROMAN, in dem der BILDUNG im Wortsinn DER PROZESS GEMACHT WIRD.  Schwerpunkt der Autoren-Lesungen werden Gerichtsszenen sein, in denen vom Schulbuch-VERLEGER über LEHRKRÄFTE bis zu Autoren von Lehrwerken (z. B. Fremdsprachen-Textbüchern) als Zeugen auftreten, wobei so mancher Zeuge zum Angeklagten wird… Die Dialoge sind eine andere Form, meine Kernaussagen der letzten Jahrzehnte auf den Punkt zu bringen…”

In der ersten Folge dieser neuen Reihe mit dem Titel “Vor dem Prozess” gibt es eine Einführung und Erklärung zum Prozess, außerdem treffen bei einer Frensehausstrahlung eines Internettalks am Vorabend des Prozesses ein Journalist, ein Linguist, ein Soziologe und ein Historiker aufeinander, die über Einwanderung und deren Folgen auf das Bildungssystem diskutieren.

Gesprochen von der Autorin Vera F. Birkenbihl

Von mir nur zwei Zitate:

Lagen die vielen Probleme millionen von Schülern und Schülerinnen am System, oder waren doch die Schüler oder ihre Eltern schuld? Das sollte sich zeigen.

Zum Sozio-Ökonomische Distanz–Argumente vom Kinderrechtsbeistand:

In beiden Länder [USA wie Deutschland] profitieren Kindern um so mehr vom Schulsystem je weniger sie es benötigen, bzw.  je mehr Bildung sie zu Hause erleben.  Man kann auch sagen, je weniger sie das Schulsystem brauchen, desto mehr profitieren sie, während genau jene Kinder, denen das Schulsytem bieten soll, was zu Hause fehlt, in diesem System versagen müssen.

Bei Podcast.at.   Bildungsverantwortliche müssen sich das unbedingt anhören.

Gefunden bei Lernen Heute.

Schwerpunkt: Schule

Neben Elternhaus und Wohnumfeld ist die Schule die Institution, die Kinder und Jugendliche am intensivsten prägt. Wie können Lehrer und Betreuer frühzeitig darauf hinwirken, dass Schüler keine menschenfeindlichen und intoleranten Haltungen entwickeln? Wie können Vorurteile und rechtsextreme Haltungen wieder abgebaut werden? Und wie können Rechtsradikale mit ihrer Einflussnahme aus dem Schulalltag ferngehalten werden? Einblicke und Ansätze aus der Erfahrung von Schülern, Eltern, Lehrern und Wissenschaftlern.

<Bundeszentrale für politische Bildung: Schule — Rechtsextremismus>

Ernsthaftes, ehrliches und differenziertes Feedback, aus dem natürlich auch Konsequenzen gezogen werden, trägt zur Verbesserung der Unterrichtsqualität bei. Eine Feedback-Kultur zu entwickeln bedeutet: Alle am Unterrichtsgeschehen Beteiligten sagen sich regelmäßig gegenseitig, was notwendig ist, damit alle sich im Klassenraum möglichst wohl fühlen und möglichst gut lernen können. Lese einen Auszug aus der neuen Publikation des Programms “Ideen für mehr! Ganztägig lernen.”

ES GEHT DOCH UM DIE KINDER:
WENN ELTERN UND SCHULE GEMEINSAME SACHE MACHEN …
Eine Arbeitshilfe zur Feedback-Kultur
Dagmar Schreiber • Anke Kliewe • Katja Witt

die-welle-film.jpg

Szenenfoto aus “Die Welle”: “Weder Bildung noch Stand noch Geld schützen davor, in eine solche Diktatur reinzurutschen”

Das Lesen des Buches “Die Welle” von Morton Rhue hat bei mir eine Lawine an Fragen losgelöst… manche habe ich bereits hier und hier gestellt… da arbeitet es aber noch ziemlich heftig in mir. Vor allem wenn ich die Entwicklungen in Politik, Gesellschaft und Bildung anschaue, da stehen mir die Haare zu Berge…

Heute habe ich erfahren, dass der Film “Die Welle” am Donnerstag ins Kino kommt, mit Jürgen Vogel als Lehrer und Jennifer Ulrich als rebellischer Schülerin. Im Interview der SpiegelOnline “Schulspiegel” sprechen sie über Tücken elitärer Gruppen und Verführung durch Macht.

Du wirst subtil verführt: Im Vordergrund steht der Gemeinschaftsgeist. Den braucht jede Gruppe, die etwas erreichen will - Greenpeace, die FDP-Jugend, die Pfadfinder oder die Globalisierungsgegner, die in Heiligendamm waren. Es geht darum, gemeinsame Werte und Ideale zu haben, zusammen zu feiern, etwas zu unternehmen. Es geht um das Gefühl, gemeinsam für etwas zu sein – und gegen etwas….

<Quelle und Gesamt Interview>

Mich beschäftigt immer noch diese Frage der subtile Verführung: Passiert sie heute noch?

Vor kurzem las ich bei Oliver Heuler unter anderem über ein Buch namens “Liberal Fascism” und er kommt auf der Faschist in uns allen zu sprechen… in seinem Beitrag ging es vielmehr um Bildung und der (in der Auslandspresse) immer wiederkehrende Entrüstung, der Schulpflicht stamme von Hilter. Zum Schluss schreibt Herr Heuler:

Übrigens: Man kann der Schule Vieles vorwerfen, aber erfolglos ist sie nicht:

Die Schule ist ein raffiniertes Herrschaftsmittel des Staates, geschaffen (bzw. aus ähnlichen Ansätzen konkurrenzgefährlicher Stellen - Kirche, Städte, Private - usurpiert), um von Kindesbeinen an alle Staatsangehörigen an Gehorsam zu gewöhnen, ihnen die Suggestion von der Notwendigkeit des Staates in Fleisch und Blut übergehen zu lassen, jede Emanzipationsidee im Keime zu lähmen, die Entwicklung ihres Denkens in wohlgehegte Bahnen zu lenken und sie zu bequemen, regierbaren, demütigen Untertanen zu drillen.
Walther Borgius, 1930

Auch aus dieser Zeit: Marx/Engels, die in ihren Manifest der Kommunistischen Partei geschrieben haben:

Wir kommunisten entreißen die Erziehung dem Einfluß der herrschenden Klasse, (…) indem wir an die Stelle der häuslichen Erziehung die Gesellschaft setzen.

Aus: Marx, Engels: Manifest der Kommunistischen Partei, Dietz Verlag, Berlin 1930, S. 63.

Das ganze hat System, wenn du mich fragst. (Dabei darf ich nicht an andere Entwicklungen denken, z. B. “Denunziation genügt. Jeder kann jeden beim Gericht als angeblichen Betreuungsfall anzeigen.” Gestern gepostet unter: Willkür der deutschen Betreuungsmachinerie.) Die Frage ist, was können wir dagegen tun?

Für den Rest eures Lebens werdet ihr niemals mehr zulassen, dass der Wille einer Gruppe die Oberhand über eure Rechte als Einzelmenschen gewinnt.

aus: Die Welle, Morton Rhue, Ravensburger Verlag, 2008 S. 176

Wer kommt mit ins Kino?

Weitere Artikel:

Auch bei Genügsames Leben gepostet

Wir wiesen darauf hin:  Deutscher Bundestag: Öffentliches Gespräch mit dem UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Bildung, Vernor Muñoz Villalobos

Inzwischen steht die ganze Debatte als Video-on-demand zur Verfügung:  Deutscher Bundestag

Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit

Wie kann man Bürger dazu bewegen, sich zu engagieren? Das Berlin-Brandenburg Büro der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit lädt in Zusammenarbeit mit dem Maecenata Institut für Philanthropie der Humboldt Universität zu einer Veranstaltung am 5. März in Berlin ein, die sich mit diesem Thema beschäftigt. Mit einem Blick ins Ausland wird erörtert, wie man die politische Förderung der Zivilgesellschaft in Deutschland verbessern kann. Neben international anerkannten Experten wird auch Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) sprechen.<Merh Information>

Da kommen bei mir viele Fragen auf: 

  • Kann man, soll man Bürger dazu “bewegen”, sich zu engagieren? 
  • Engagieren sie sich nicht? 
  • Warum ist man der Meinung, der Bürger engagiere sich nicht?
  • Wie sieht bürgerliches Engagement aus?
  • Was ist unter “politische Förderung der Zivilgesellschaft” zu verstehen? 
  • …..?

Next Page »