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Bildungsvielfalt

Initiative für ein dereguliertes Bildungswesen

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2 Antworten to “Impressum”


  1. „Initiative für ein dereguliertes? Bildungswesen“
    Spiegler empfiehlt: „Homeschooling legalisieren, aber regulieren“.
    wäre da nicht eine initiative für legales homeschooling notwendig – in kooperation mit dem regulierten bildungswesen?

    mfg

    „Hitlers Erbe – das Reichsschulpflichtgesetz von 1938 muss weg!“

  2. eljascha Sagt:

    Hallo mamabo,

    Willkommen bei Bildungsvielfalt und danke für den Kommentar!

    Es tut mir leid, daß ich mich nicht eher zurückgemeldet habe. Aber zum Thema:

    Ich finde das Wort Deregulierung schon passend – und ich teile auch sicherlich nicht Thomas Spieglers Ansichten. Ich schätze seine Arbeit, aber ich bzw. wir (unsere Familie) sind vollkommen überzeugte Unschooler, und Thomas Spiegler meint mit Home Education m. E. im Prinzip eine Unterrichtung und ein irgendwie geleitetes und planvoll angelegtes Lernen zu Hause.

    Mein Sohn hat nach eineinhalb Jahren Schulbesuch (1. Klasse ganz und zweite Hälfte der 2. Klasse) sechs Jahre lang am Stück ohne jegliche schulische Unterrichtung verbracht (abgesehen von Instrumentalunterricht am Badischen Konservatorium). Er hat dann einen Einstufungstest bei der Flex-Fernschule gemacht und soll dort im Juni dieses Jahres seinen Hauptschulabschluß mnachen. Ich bin eigentlich seine Lernbegleiterin, aber abgesehen davon, daß ich ihm ganz grundlegende Dinge wie das schriftliche Multiplizieren und Dividieren nochmal vorgeführt habe, und daß ich gelegentlich seinen Fragen zu deutscher Grammatik oder Englisch nachgehe, mache ich nichts in irgendeiner Weise „lehrerhaftes“. Mein Sohn macht alles selbst. Er macht es eher ungern, da er es langweilig findet, aber er kann das alles selbständig – erarbeiten, nicht schon wissen. Was er in den ganzen Jahren Unschooling gelernt hat, ist das selbständige Denken und Arbeiten, das nachschauen und nachforschen können, das Interesse bewahren, eine sehr gute Allgemeinbildung und sehr gute sprachliche Kenntnisse (sprachlicher Ausdruck in Wort und Schrift).

    Ich denke, das alles sind Dinge, die man automatisch lernt, wenn man intellektuell normal begabt ist, wenn man Interesse an sich und seiner Umwelt und den Dingen des Lebens hat und geistig wach ist, wenn man mit offenen Augen durchs Leben geht. Und zwar durchs echte Leben, nicht durch das Ghetto Schule. Dazu braucht es keine Legalisierung und schon gar nicht eine Regulierung. Jegliche noch so geringe Regulierung kann immer nur eine Beschneidung, eine Einschränkung bringen, und eine Legalisierung ist nicht nötig, es reicht, die Kriminalisierung von Home Education aufzugeben.

    Da es das aber nicht geben darf, daß junge Menschen in größerer Zahl ohne das pädagogische Zutun Erwachsener fit fürs Leben werden, braucht es eine Legalisierung und Regulierung von Home Education – wie Thomas Spiegler fordert. Unter diesen Voraussetzungen könnte es auch zu einer gewissen gesellschaftlichen Akzeptanz von Home Education kommen – denn dem Bürgerlichen gilt ja das Vorhandensein von Kontrolle und dem Yuppie das Vorhandensein von Qualitätsstandards als Maßstab für gesellschaftliche Verträglichkeit. Für den freien, freidenkenden, freigeistigen Menschen ist das alles vollkommen überflüssig.

    wäre da nicht eine initiative für legales homeschooling notwendig – in kooperation mit dem regulierten bildungswesen?

    Ich persönlich bin ja auch für eine Deregulierung des gesamten Schulwesens, also viel mehr Autonomie für die einzelnen Schulen und viel weniger staatliche Einmischung bzw. Aufsicht. Außerdem denke ich, daß es bereits Initiativen für legales Homeschooling gibt bzw. daß die Menschen, die für eine Legalisierung und Regulierung von Homeschooling sind, bereits in den vorhandenen Vereinen und Netzwerken mit vertreten sind.

    Da dieser Blog eigentlich ein Gemeinschaftsprojekt und Ausdruck von Vielfalt sein soll, lade ich jeden, der einen zum Thema passenden Beitrag bringen möchte, ein, sich hier als (Gast-)Autor zu beteiligen.

    Viele Grüße,
    Elisabeth

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