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eljascha
eljascha - über mich
Ich bin Mutter von zwei Kindern, die in Deutschland schul- und weitgehend unterrichts-frei leben und lernen (was im Englischen gemeinhin mit “Unschooling” bezeichnet wird). Ich bin Jahrgang 1961, alleinerziehend und habe ein Studium der Diplom-Geologie abgeschlossen. Wir wohnen im Südwesten Deutschlands.
Meine Kinder sind Jahrgang 1994 und Jahrgang 1997. Meine Tochter leidet seit ihrem sechsten Lebensmonat an einer schweren, therapieresistenten Epilepsie, sie ist relativ mobil, hat aber einen sehr großen globalen Entwicklungsrückstand.
Interessen:
Aufgrund der Erfahrungen mit meiner Tochter habe ich spezielles Interesse am Aufbau eines Netzwerkes für Familien mit Kindern mit Handicap, welche weitgehend oder ganz institutionsfrei leben möchten.
Außerdem habe ich Interesse an den Erlebnissen und Geschichten anderer Familien, deren Kinder schulbesuchsfrei leben und lernen, da ich gerne eines Tages ein Buch zu diesem Thema schreiben oder herausgeben möchte. Es sollte ein illustratives Buch werden, das ein bisschen den Stil des Buches “Denn mein Leben ist Lernen ” von Olivier Keller haben könnte. Darin sollten verschiedenste Beispiele des schulbesuchsfreien Lernens vom häuslichen Unterricht bis hin zum radikalen Unschooling enthalten sein. Auch würde ich gerne gelungene schulbesuchsfreie Bildungswege dokumentieren, bin daher insbesondere auch an den Erfahrungen ehemaliger Home- und Unschooler interessiert.
Desweiteren habe ich Interesse an gemeinsamen Aktivitäten mit den Kindern (Exkursionen, Wanderungen, Picknicks etc.) und ohne Kinder (Infostände, Angebote in VHS etc.), insbesondere innerhalb der Reichweite von Tagesausflügen bzw. -fahrten.
Hier können Sie weitere Artikel, die ich entweder selbst geschrieben, übersetzt oder gesammelt habe, zum Thema Bildungsfreiheit und zu verwandten Themen lesen.
Infos über uns unter:
Wir lernen aus dem Leben heraus.
schulfrei leben und lernen
aktive Teilnahme in folgenden Initiativen und Vereinen:
Initiative für selbstbestimmtes Lernen
Initiative zur Verwirklichung von Bildungsfreiheit in Deutschland
Les enfants d’abord
Learning Unlimited
Netzwerk Bildungsfreiheit
weitere Blogs:
Marksteine für Bildung mit Freude und Lernen ohne Schulzwang
Wider den Schulzwang
Betreuung der Website zum Internationalen Tag der Bildungsfreiheit
Mein zweiter Nickname im Internet neben eljascha ist ElisaMari.







18. Februar 2008 at 12:11 Uhr nachmittags
Ich unterstütze ausdrücklich, dass Homeschooling in Deutschland endlich wieder legalisiert wird! Die Auslegung der Gesetze in diesem Land ist Menschenrechtsverletzung!
19. Februar 2008 at 8:51 Uhr nachmittags
Sehr geehrte Damen und Herren,
ich unterstütze den offenen Brief inhaltlich und hoffe auf eine analytische, ganzheitliche Betrachtung des Themas Bildungsrecht (statt
Schulpflicht).
Deutschland ist das EINZIGE Land in der EU, dass auf der Schulpflicht beharrt (einem Gesetz aus den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts!
Nicht zu vergessen, dass es zudem in einem sehr fragwürdigem Geschichtsabschnitt zuletzt formuliert wurde).
Eltern werden ständig unter Generalverdacht gestellt weniger gut als der Staat zu Wissen, welche Bildung ihren Kindern zuträglich ist. Der
Staat verweist darauf, dass es ausreichend Schulformen gibt und man sicherlich “eine geeignete Schule” findet. Außerdem soll die Entwicklung
von “Parallelgesellschaften” verhindert werden.
Sicherlich gibt es Eltern, welche ihre Kinder nicht ausreichend unterstützen und mangelhaft für sie sorgen. Eltern also, welche Ihre
Elterliche Sorge nicht ausüben.
Allerdings sollte es “sich sorgenden” Eltern freigestellt werden, welche Art von Bildung UND Werten sie Ihren Kindern zugänglich machen
wollen.
Die angebotenenen staatlichen Schulformen (viel zu kurze Grundschulzeit, vorzeitige, verfrühte Auslese, fehlende Chancengleichheit durch
Trennung in Förder-, Haupt-, Realschulen und Gymnasien) werden den Erziehungs- und Bildungszielen vieler Eltern nicht gerecht.
Im “alternativen” (privaten) Schulformbereich erstreckt sich das Angebot auf folgende (zusätzliche) Formen (neben dem staatlichen Angebot):
- Schulen für physisch und psychisch behinderte Schüler
- Schulen für Schüler, deren Religion oder
Weltanschauung mit der Pädagogik - den Lebens- und
Arbeitsformen säkularer (weltlicher),
pluralistischer öffentlicher Schulen nicht
vereinbar ist
Die dritte fehlende Form eines alternativen Schulangebotes möchte ich so beschreiben:
Es gibt nicht nur Eltern mit Kindern, welche besonderen Förderbedarf haben und solche, welche aus religiösen Gründen ihre Kinder nicht zur
staatlichen Schule schicken wollen.
Es gibt auch jene, welche sich in der Erziehung und Bildung ihrer Kinder für eine besondere Form entschieden haben ohne sich deshalb gleich
der Zugehörigkeit zu einer Parallelgesellschaft “schuldig” zu machen. Sie möchten ihrem Kind in einer vertrauensvollen Art und Weise
begegnen und Rücksicht auf seine Wünsche und Bedürfnisse nehmen. Dies ist meines Erachtens im § 1626 (2) BGB (Elterliche Sorge)treffend
beschrieben:
GESETZESTEXT
(2) Bei der Pflege und Erziehung berücksichtigen die Eltern die wachsende Fähigkeit und das wachsende Bedürfnis des Kindes zu selbständigem
verantwortungsbewusstem Handeln. Sie besprechen mit dem Kind, soweit es nach dessen Entwicklungsstand angezeigt ist, Fragen der elterlichen
Sorge und streben Einvernehmen an.
Dieses Recht wird den Eltern durch die Schule beschnitten. Die Überzeugung dieser Eltern ist, dass dieses freiheitliche, auf Vertrauen
basierende Erziehungsziel durch die an öffentlichen Schulen
verwendeten Verfahren bei ihren bisher anders erzogenen Kindern nicht nur nicht erreicht, sondern sogar verstellt werde.
Die Verfahren an staatlichen Schulen sind aus Sicht dieser Eltern in höchstem Maße undemokratisch und autoritär. Die Kinder werden nicht als
Freigeister und selbstdenkende Menschen betrachtet, sondern zu konformen, kleinlauten, obrigkeitshörigen Mitläufern genormt. Die Bedürfnisse
der Kinder werden kaum berücksichtigt und die Methoden und pädagogischen Maßnahmen sind unvereinbar mit den elterlichen Erziehungszielen.
Die Kinder werden an ihrer Entwicklung nicht beteiligt (fehlende Partizipation), haben kaum Einfluss und Handhabe in dieser Situation. Diese
Art von Erziehung wird von bestimmten Eltern in höchstem Maße abgelehnt! Es kommt also zu einer Verstellung der Erziehungsziele. Hinzu kommt
die gemeinhin abgelehnte Bewertung (und auch Abwertung) der Kinder.
Homeschooling und gleichgesinnte, den Kindern vertrauende und sie mit ihren speziellen Bedürfnissen fördernde Lerngemeinschaften
(funktioniert beispielsweise in der Schweiz hervorragend!) haben somit nichts mit der Entwicklung von Parallelgesellschaften zu tun.
Vielmehr ist das Gegenteil der Fall. Die Kinder werden zu selbstverantwortlichen, gesellschaftsfähigen und gesellschaftskritischen
Individuen gebildet. Und das sollte doch die Art von Bürger sein, welche ein Staat sich wünscht!
Gruß Djane
20. Februar 2008 at 4:19 Uhr vormittags
Deshalb ist es ja so wichtig, dass sich Eltern mit diesen Zielen viel stärker oranisieren und zusammentun, und dem Staat zeigen, was sie möchten, unter welchen Aspekten sie ihre Kinder erziehen, fördern und respektieren, und in welchem Maß dies nicht mit unserem Schulsystem vereinbar ist.
Ich denke, die Politik/der Staat sind sich noch garnicht bewusst, wieviele Menschen es inzwischen gibt, die hinter der Alternative Homeschooling stehen.
Wenn Interesse besteht:
Hier versuchen sich Homeschooler und Interessierte gerade ein wenig zu organisieren und zusammenzuschließen, zum Austausch, für Treffen, Buchverleih, und mehr.