Hier wird auf eine Aktion hingewiesen, der ich viele Unterstützer und Unterzeichner wünsche!

Nachfolgend ein Abschnitt aus einem Rundschreiben von Jörg Großelümern, Netzwerk Bildungsfreiheit, zur Ankündigung eines Offenen Briefes an Bundesbildungsministerin Schavan, und der Offene Brief, der auf der Website des Netzwerkes Bildungsfreiheit noch unterzeichnet werden kann:

Liebe Freunde der Bildungsfreiheit,

die Bundesregierung hat vor einigen Wochen einen Bildungsgipfel angeregt. Aus diesem Anlaß, sowie zum 70. Jahrestag des deutschen Schulzwangs, ist bei uns im Netzwerk durch Dagmar Neubronner die Idee entstanden, einen offenen Brief an Bundesbildungsministerin Frau Dr. Annette Schavan zu verfassen, der neben dem NBF auch von einer möglichst breiten Anzahl an Unterstützern unterschrieben werden sollte. Darin wird kritisch nachgefragt, warum einzig in Deutschland außerschulische Bildungsformen unterdrückt werden. Dieser Brief ist heute per Post an Frau Dr. Schavan abgeschickt worden. Wir konnten bei dieser Gelegenheit auch schon eine ganze Reihe von Erstunterzeichnern dafür gewinnen.

Wir dokumentieren diesen Brief und die Erstunterzeichner auf der folgenden Website: http://www.netzwerk-bildungsfreiheit.de/html/offener_brief_schavan.html
Dort ist auch die Möglichkeit, den Brief nachträglich zu unterzeichnen und damit seine Unterstützung zum Ausdruck zu bringen.

Offener Brief:

Bundesministerium für Bildung und Forschung
Frau Ministerin
Dr. Annette Schavan
-persönlich-
Hannoversche Straße 28-30
10115 Berlin

Sehr geehrte Frau Ministerin,

anlässlich des von Ihnen vorbereiteten Bildungsgipfels möchten wir mit vielen anderen betroffenen Familien auf eine Besonderheit des deutschen Schulsystems hinweisen, die in der öffentlichen Debatte um die Schulmisere bisher zuwenig Berücksichtigung findet:
In Deutschland wird die Schulpflicht seit 1938 als Schulzwang aufgefasst, der keine Bildungsalternativen zulässt. Dieses Instrument, bei dem alle Kinder und Jugendlichen dem Zwang zur physischen Anwesenheit in einem Schulgebäude unterliegen, trägt modernen Bildungserfordernissen in einer Informationsgesellschaft nicht mehr Rechnung und verhindert durch das staatliche Bildungsmonopol die notwendige schnelle Wandlung der Bildungsangebote.

In sämtlichen anderen europäischen Ländern und fast allen entwickelten Staaten weltweit (!) steht Schülern neben den privaten Schulen auch die Möglichkeit des „Distance Learning“ oder Freien Lernens mit Hilfe von Fernschulen und „Umbrella Schools“ zu Gebote. Diese Möglichkeit ist besonders angesichts zunehmend verlangter Mobilität für viele Familien wichtig. Deutsche Kinder haben diese Option aber nur, wenn sie im Ausland leben, prominent sind (siehe Brüder Kaulitz von der Jugendband Tokio Hotel) oder schulisch bereits vollkommen gescheitert (Flex-Fernschule in Baden-Württemberg oder Web-Individualschule in Bochum, Erfolgsquote 100 %).

Eine Erweiterung des Bildungsangebotes in Deutschland um diese modifizierte Form der Schulpflichterfüllung würde nicht nur diesen Familien helfen, die derzeit leider meist gezwungen sind, wie wir ins Ausland abzuwandern. Sie würde auch einen gesunden Konkurrenzdruck erzeugen und so mithelfen, unser Schulen schnell zu Orten zu machen, an denen gut und gerne gelernt wird. Ein Monopol hat noch nie zur Qualitätserhöhung beigetragen.

Die hervorragenden Ergebnisse des Freilernens für Lernen und Sozialisation können anhand zahlreicher Studien aus verschiedenen Ländern (außer Deutschland) eindeutig belegt werden. Die ungerechtfertigte Kriminalisierung des Freilernens führt nicht zu einem Eindämmen dieser erfolgreichen Lernform, sondern zu einer Abwanderung der an dieser Lernform interessierten Familien ins Ausland.

Wir haben den Eindruck, dass der Widerstand der Landesbehörden hauptsächlich auf Unkenntnis über die internationale Lage und unhaltbare Vorurteile über die Folgen einer Legalisierung zurückgeht. Dies möchten wir gern ändern und bitten Sie daher, uns anlässlich des Bildungsgipfels und im Vorfeld die Möglichkeit dazu zu geben.

Wir freuen uns auf Ihre Antwort.

Mit freundlichen Grüßen

Dagmar Neubronner / Diplom Biologin und Buchautorin „Die Freilerner“
Kuratorium Netzwerk Bildungsfreiheit

(und weitere Erstunterzeichner)

Von Bianka hat Bildungsvielfalt einen Blog Award bekommen. Ich bedanke mich ganz herzlich dafür!

Den “Brilliant Weblog Award” bekommen Websites und Blogs, die besonders wegen ihrer Aktualität, Themen und der Designs auffallen.

Hier sind die Regeln für den Award:

1. Die Ausgezeichneten dürfen das Logo mitnehmen und auf ihrem Blog platzieren.
2. Als Dank setzen sie einen Link zu der Seite, welche sie ausgezeichnet hat.
3. Sucht euch mindestens 7 Blogs aus, welchen ihr diese Auszeichnung verleihen möchtet. Blogs welche eurer Meinung nach brillant in in ihrem Fachgebiet oder im Design sind!
4. Setzt einen Link zu diesen Seiten.
5. Benachrichtigt die Blog-Betreiber, dass sie mit dem Award “Brillante Weblog” ausgezeichnet wurden.

Ich verleihe den Blog Award an folgende Blogs und Websites weiter:

Informationszentrum Leben ohne Schule
SCHUL-KRITIK.de
bildungsfreiheit.org

Rette sich wer kann!
keimform.de

Kreide fressen
Jugendbücher-Blog
Ratgeber Kinderbuch

Einen Besuch dieser Seiten empfehle ich allen LeserInnen natürlich gerne und ganz besonders.

Was mir noch wichtig ist:
Ich persönlich knüpfe an die Weitergabe des Blog Awards keinerlei Erwartungen bezüglich der Einhaltung der oben genannten Regeln. Ich nutze aber gerne die Möglichkeit, auf diese Weise Seiten, die ich lesenswert finde, ein bißchen bekannter zu machen.

Der 15. Mai ist der Internationale Tag der Familie. Woran denkt man, wenn man Familie sagt? An Mama, Papa, Kind(er), vielleicht noch Oma und Opa, oder auch an Varianten wie Mama, Kind(er), Oma, an gemeinsam verbrachte freie Zeit, Wochenenden, Urlaube, an den Wunsch, Kinder in die Welt zu setzen, die Geburt des neuen Erdenbürgers, ein erstes Babylächeln, das Heranwachsen vom Kleinkind zum Teenager, Diskussionen mit flügge werdenden Jugendlichen, vielleicht an ein Eigenheim, die Familien”kutsche”, Familienfeiern …

Die Politik setzt, wenn es um Familie geht, klare Wegweiser: In den Vordergrund gestellt wird die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, man denkt an “Verantwortung, Kinderbetreuung, Kindererziehung, Zukunft, Gesellschaft, Engagement”, wenn man Familie sagt. Das hört sich recht prosaisch an und ist es auch. Darauf wird Familie reduziert - ein Wunder, daß die Gebärlust deutscher Frauen nicht zunehmen will?

Eine etwas ältere Dame, Mutter von sechs erwachsenen Kindern, erzählte mir unlängst, mit wieviel Aufmerksamkeit und Anteilnahme sie ihre Kinder vom ersten Augenblick an und während ihres Heranwachsens wahrgenommen und umsorgt hat. Selbstverständlich war sie als Vollzeit-Mutter für sie da, teilte mit ihnen kleine und große Freuden und war ihnen eine Stütze bei Kummer und Sorgen. Sechs Kinder aufzuziehen, bis sie auf eigenen Beinen im Leben stehen, ist eine enorme Leistung, und der älteren Dame merkte ich an, daß sie darauf auch ein wenig stolz war.

Heute ist eine Mutter dann stolz auf sich, wenn es ihr gelingt, trotz Kind(ern) möglichst unterbrechungslos ihre Karriere zu verfolgen. Das ist das Idealbild der Mutter, gebildet, bürgerlich, ambitioniert, das uns die Politik vorgibt. Und zur Erlangung dieses Ideales sollen auch die bundesweiten Aktionstage zum Ausbau der Kinderbetreuung beitragen, die in Deutschland schon mehrmals am 15. Mai, dem Datum des Internationalen Tages der Familie ausgetragen wurden. Mit dem Slogan “Für Kleine Großes leisten” wird klargestellt, daß es keinen Zweifel daran gibt, daß institutionelle Betreuung und Erziehung den familiären Rahmen vollkommen ersetzen kann.

von der Homepage des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend:

Do 15.05.2008

“Für Kleine Großes leisten” - Bundesweiter Aktionstag zum Ausbau der Kinderbetreuung

Am heutigen 15. Mai, dem Internationalen Tag der Familie, findet bereits zum dritten Mal der bundesweite Aktionstag der Initiative Lokale Bündnisse für Familie statt. Unter dem Motto “Für Kleine Großes leisten” dreht sich in diesem Jahr alles um den qualitativen und quantitativen Ausbau der Kinderbetreuung für unter Dreijährige. In über 240 Orten überall in Deutschland werden dazu Vorschläge für den Ausbau der Betreuungsinfrastruktur diskutiert, Qualitätskriterien thematisiert und neue Projekte auf den Weg gebracht.

Mit dabei sind Kommunen, Unternehmen, Kammern, Gewerkschaften, Verbände, Stiftungen, freie Träger der Kinder- und Jugendhilfe, Mehrgenerationenhäuser und alle, die sich für Familien engagieren. Sie sorgen dafür, dass das Thema Kinderbetreuung für die Kleinsten in aller Munde ist.

Lokale Bündnisse für Familie sind auf diesem Gebiet ein wichtiger strategischer Partner in den Kommunen. Sie ermitteln Betreuungslücken, bündeln Ressourcen und entwickeln unbürokratische, innovative und passgenaue Lösungen. Ihre Stärke: Partnerinnen und Partner aus allen gesellschaftlichen Bereichen ziehen an einem Strang. Wichtige Akteure sind dabei in vielen Orten die Betriebe. Das Unternehmensnetzwerk “Erfolgsfaktor Familie” beteiligt sich ebenfalls mit eigenen Beiträgen am Aktionstag.

Die Dynamik der vom Bundesfamilienministerium 2004 ins Leben gerufenen Initiative Lokale Bündnisse für Familie zeigt, wie in einer modernen Gesellschaft viele unterschiedliche Akteure gemeinsam Verantwortung übernehmen - zum Nutzen aller Beteiligten.

Aktuelle Beispiele von Vorort-Aktionen der Lokalen Bündnisse für Familie

Mit der Aktion “Kinderbetreuungsmeter” macht das Bündnis für Familie Coburg auf das Angebot an Betreuungsplätzen in der Stadt aufmerksam. Die Meter stehen hier symbolisch für das pädagogische Personal, die Menschen, die sich engagieren. Jede Mittagsbetreuungs- und Kindergartengruppe bekommt zwei Meter, jede Leihoma, Tagesmutter und so weiter einen Meter. Zusammen mit den Betreuern gestalten die Kinder ihre Meter quer durch die Coburger Innenstadt mit Malen und Basteln.

Das Lokale Bündnis für Familie Magdeburg stellt das Familienzimmer “FaZi” vor. Das “FaZi” bietet seit Beginn des Wintersemesters 2007/2008 eine ergänzende, bedarfsangepasste Betreuung für die Kinder von Studierenden und Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern am Hochschulstandort Stendal. In Kassel öffnen 18 Kindertagesstätten ihre Türen und geben Einblick in die vielfältige Arbeit. Mit einer Telefonaktion zum Thema “Erziehung und Betreuung” beteiligt sich das Lokale Bündnis für Familie Ellwangen am bundesweiten Aktionstag.

Das Bündnis für Familie Schleswig informiert gemeinsam mit Trägern von Kindertageseinrichtungen in der Stadt mit Info-Ständen über Kinderbetreuung für unter Dreijährige. Unter der Beteiligung von Unternehmerinnen und Unternehmern wird der Familientag 2008 mit Aktionen und Angeboten begangen. Für Kinder wird unter anderem ein Spielmobil unterwegs sein. Im Landkreis Meißen fällt zum Aktionstag der Startschuss für den Wettbewerb für das familienfreundlichste Unternehmen im Landkreis.

Der Aktionstag bildet ebenfalls den Rahmen für die Gründung von neuen Lokalen Bündnissen. So wird im Landkreis Düren das insgesamt 500. Lokale Bündnis der Bundesinitiative gegründet, das gleichzeitig auch das 100. in Nordrhein-Westfalen ist. Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen und der nordrhein-westfälische Familienminister Armin Laschet schickten ihre Glückwünsche nach Düren. Sie besuchten am Internationalen Tag der Familie gemeinsam den bilingualen Betriebskindergarten der METRO Group AG in Düsseldorf. Weitere Informationen über das Engagement der Lokalen Bündnisse in Sachen Kinderbetreuung liefert die Praxisbroschüre “Die Kleinsten gut betreut - wie gehen wir es an?”, die vom Bundesfamilienministerium herausgegeben wird.

Ausgewählte Publikationen zum Thema

* Die Kleinsten gut betreut - wie gehen wir es an?

Externe Links zum Thema
Für Kleine Großes leisten! Aktionstag der Lokalen Bündnisse für Familie am 15. Mai 2008

URL:http://www.bmfsfj.de/bmfsfj/generator/Politikbereiche/familie,did=109886.html

Ein qualitativ hochwertiges Angebot an Betreuungsmöglichkeiten für Kinder jeden Alters ist in jedem Fall wichtig für all diejenigen, die ihre Kinder wirklich fremdbetreuen lassen möchten oder darauf dringend angewiesen sind. Die Fremdbetreuung, und dabei in erster Linie die institutionelle Betreuung aber so vehement in den Vordergrund zu rücken, diskreditiert den Beitrag der Mütter, Tagesmütter, Väter, Omas usw., die Kinderbetreuung und Erziehung in Eigenregie leisten. Besonders deutlich wird diese Diskreditierung immer dann, wenn einer Politikerin oder einem Politiker mal wieder ein verbaler Ausrutscher unterläuft.

Es erstaunt in diesem Zusammenhang vor allem auch das Wort Bildungsschwänzer. Was geschieht mit den kleinen Kindern, den Unter-Dreijährigen, zu Hause? Dämmern sie dort vor sich hin, haben sie dort keine Gelgenheiten oder wirklich weniger als in einer Institution, um sich zu bilden?

Von Dr. Helmut Reisener, Dipl.-päd., Hochschullehrer Und Schulbuchautor, Lüneburgl hat zu: Schulen dürfen keine Sackgasse sein”  Interview mit Annette Schavan, 30. März einen Leserbrief geschrieben  (6. April, 2008):

Über diesen Zusammenhang [Neue Landesregierungen = neue Lehrpläne =  neue Lehrplankommission = neue Lehrwerke... usw.] hat bereits der Lehrer Erich Kästner nachgedacht und gesagt: “Misstraut gelegentlich euren Schulbüchern! Sie sind nicht auf dem Berge Sinai entstanden, meistens nicht einmal auf verständige Art und Weise, sondern aus alten Schulbüchern, die aus alten Schulbüchern entstanden sind, die aus alten Schulbüchern entstanden sind, die aus alten Schulbüchern entstanden sind. Man nennt das Tradition.” (Erich Kästner, Gesammelte Schriften für Erwachsene, Bd. 7, S. 182/183)

 Das erinnert mich an einen Beitrag, Von Raffgier und Ausbeutung, den ich am 23. Januar, 2008 bei Genügsames Leben gepostet habe.  Die Fragen, die ich damals zum Artikel gefasst habe poste ich nochmals hier [Fragen in eckigen Klammern beziehen sich primär auf den Artikel im Beitrag Von Raffgier und Ausbeutung]:

  • Wer schreibt die Schulbücher? 
  • Welche Weltansicht teilen/verteidigen/vermitteln diese Schreiber? 
  • Wer konrolliert die Inhalte? 
  • Wer profitiert davon, dass Kinder diese Inhalte lernen?
  • Wollen wir, dass unsere Kinder solchen Inhalte lernen?
  • Werden Eltern aufgeklärt über diese Lehre?
  • [Weiss der Staat, dass sie eigentlich gegen sich selbst arbeitet?  Wenn ja, was denkt "der Staat" dazu?  Wieso?]
  • Welche mitsprache Recht haben Eltern in der Sache:  Lehrmittelanschaffung?
  • Sind diese Inhalte so wie sie vermittelt werden tatsächlich Teil des Lehrplans?  [Steht lediglich:  "Wirtschaftslehre" auf dem Plan oder steht:  "Wirtschaft aus diese oder jene Sicht"?]
  • Wie kann man den lieben Nachwuchs eine ausgewogene Bildung [in Sache Wirtschaft] ermöglichen?

Eine weitere interesante Diskussion um Schulbücher:

*Wiederholung der Sendung vom 31. März:

Montag, 31. März, 1.45 Uhr (NDR)
Dienstag, 1. April, 9.40 Uhr (MDR)
Dienstag, 1. April, 0.20 Uhr (rbb)
Freitag, 4. April, 10.15 Uhr (3sat)
Samstag, 5. April, 7.15 Uhr (hr-fernsehen)
 

Die Gäste der nächsten Sendung am 31.03.2008, 22.45 Uhr DasErste

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Dagmar und Tilman Neubronner

(Bremer Eltern, die gegen die gesetzliche Schulpflicht kämpfen und ihre Söhne zu Hause unterrichten)

Sie sind Deutschlands bekannteste “Homeschooling”-Familie. Seit zweieinhalb Jahren entziehen Dagmar und Tilman Neubronner ihre Söhne der gesetzlichen Schulpflicht und unterrichten Thomas (8) und Moritz (10) zu Hause.

Die Bremer wehren sich nicht aus Prinzip gegen das staatliche Schulsystem, sondern wollen nach eigenen Angaben lediglich ihre Kinder nicht gegen deren Willen zum Schulbesuch zwingen. Nun liegen sie deshalb im Clinch mit den Behörden: Ein Antrag auf Schulpflichtbefreiung wurde abgelehnt, die Familie flüchtete aus Angst vor Sorgerechtsentzug sogar ins Ausland.

Jetzt sprechen Dagmar und Tilman Neubronner bei “Beckmann” über ihre ungewöhnlichen Lehrmethoden und erklären, warum sie “Homeschooling” als Alternative zum Klassenzimmer sehen.

Wenn das nicht gute Nachrichten sind…

Die pädagogische Revolution hat begonnen. Von Christian Füller

Glaubt man, das sowas in Deutschland passiert?

In einem dieser 400 Quadratmeter weiten Areale treffen die Besucher nun zum Beispiel Lisa und Marie. Die beiden sechsjährigen Mädchen arbeiten gerade an ihrem Wochenplan - ganz allein. Eine Lehrerin ist zunächst nicht zu sehen. Nach und nach sind 80 Schüler zu entdecken. Auf einer Tribüne sitzen ein paar Schüler, die sich in Büchern vertieft haben. In einer Ecke ruht ein Mädchen sogar, auf Kissen gebettet. Hinter einem Raumteiler steht schließlich doch eine Lehrerin vor einer größeren Gruppe von Schülern und erklärt etwas. Wenn Gäste verwundert fragen, wo hier eigentlich gelernt wird, dann tippt sich Rektor Tlustek gern mal man an die Stirn: “Hier oben, im Kopf.”

Also, eine nicht alltägliche Artikel über unkonventionelle aber längst überfällige Schulreforme… lesenswert!

Ob es allerdings soweit kommt, dass Familien dieses Recht auf Freies Lernen zugestanden wird, bleibt noch offen….

Hier ist die exklusive Vorabveröffentlichung des Romans von Vera F. Birkenbihl.

Originalton der Autorin: “Dies sind Auszüge aus meinem ROMAN, in dem der BILDUNG im Wortsinn DER PROZESS GEMACHT WIRD.  Schwerpunkt der Autoren-Lesungen werden Gerichtsszenen sein, in denen vom Schulbuch-VERLEGER über LEHRKRÄFTE bis zu Autoren von Lehrwerken (z. B. Fremdsprachen-Textbüchern) als Zeugen auftreten, wobei so mancher Zeuge zum Angeklagten wird… Die Dialoge sind eine andere Form, meine Kernaussagen der letzten Jahrzehnte auf den Punkt zu bringen…”

In der ersten Folge dieser neuen Reihe mit dem Titel “Vor dem Prozess” gibt es eine Einführung und Erklärung zum Prozess, außerdem treffen bei einer Frensehausstrahlung eines Internettalks am Vorabend des Prozesses ein Journalist, ein Linguist, ein Soziologe und ein Historiker aufeinander, die über Einwanderung und deren Folgen auf das Bildungssystem diskutieren.

Gesprochen von der Autorin Vera F. Birkenbihl

Von mir nur zwei Zitate:

Lagen die vielen Probleme millionen von Schülern und Schülerinnen am System, oder waren doch die Schüler oder ihre Eltern schuld? Das sollte sich zeigen.

Zum Sozio-Ökonomische Distanz–Argumente vom Kinderrechtsbeistand:

In beiden Länder [USA wie Deutschland] profitieren Kindern um so mehr vom Schulsystem je weniger sie es benötigen, bzw.  je mehr Bildung sie zu Hause erleben.  Man kann auch sagen, je weniger sie das Schulsystem brauchen, desto mehr profitieren sie, während genau jene Kinder, denen das Schulsytem bieten soll, was zu Hause fehlt, in diesem System versagen müssen.

Bei Podcast.at.   Bildungsverantwortliche müssen sich das unbedingt anhören.

Gefunden bei Lernen Heute.

Lia schrieb dieses Kommentar und dabei hat sie die Weisheit der Dakota-Indianer genommen und in eine Diskussion über die öffentliche Schulsituation eingebracht…

Eine Weisheit der Dakota-Indianer besagt: „Wenn Du entdeckst, dass Du ein totes Pferd reitest, steig ab!”

Hört sich doch so simpel an, oder? Aber statt vom toten Pferd abzusteigen wurden in unserem beruflichen (und schulischem) Leben viele Methoden und Strategien - zum Teil bis zur Perfektion - entwickelt, um dem Unausweichlichen doch ausweichen zu können. Kommt Dir die eine oder andere der folgenden Strategien vielleicht bekannt vor?

1. Wir besorgen uns eine stärkere Peitsche.
2. Wir sagen: „So haben wir das Pferd schon immer geritten”.
3. Wir gründen einen Arbeitskreis, um das Pferd zu analysieren.
4. Wir besuchen andere Orte, um zu sehen, wie man dort tote Pferde reitet.
5. Wir erhöhen die Qualitätsstandards für den Beritt toter Pferde.
6. Wir bilden eine Task-Force, um das Pferd wiederzubeleben.
7. Wir kaufen Leute von außerhalb ein, die angeblich tote Pferde reiten können.
8. Wir schieben eine Trainingseinheit ein um besser reiten zu können.
9. Wir stellen Vergleiche unterschiedlicher toter Pferde an.
10. Wir ändern die Kriterien, die besagen, dass ein Pferd tot ist.
11. Wir schirren mehrere tote Pferde gemeinsam an, damit wir schneller werden.
12. Wir erklären: „Kein Pferd kann so tot sein, das wir es nicht mehr reiten können.”
13. Wir machen eine Studie, um zu sehen, ob es bessere oder billigere Pferde gibt.
14. Wir erklären, dass unser Pferd besser, schneller und billiger tot ist als andere Pferde.
15. Wir bilden einen Qualitätszirkel, um eine Verwendung von toten Pferden zu finden.
16. Wir richten eine unabhängige Kostenstelle für tote Pferde ein.
17. Wir vergrößern den Verantwortungsbereich für tote Pferde.
18. Wir entwickeln ein Motivationsprogramm für tote Pferde.
19. Wir erstellen eine Präsentation in der wir aufzeigen, was das Pferd könnte, wenn es noch leben würde.
20. Wir strukturieren um damit ein anderer Bereich das tote Pferd bekommt.

Quelle: [leider unbekannt], aber ich habe es hier gelesen, danke Lia!  Überhaupt hat diesen Beitrag eine sehr interessante Wendung bei der Kommentare genommen!  Lesenswert, finde ich…

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