Von Bianka hat Bildungsvielfalt einen Blog Award bekommen. Ich bedanke mich ganz herzlich dafür!

Den “Brilliant Weblog Award” bekommen Websites und Blogs, die besonders wegen ihrer Aktualität, Themen und der Designs auffallen.

Hier sind die Regeln für den Award:

1. Die Ausgezeichneten dürfen das Logo mitnehmen und auf ihrem Blog platzieren.
2. Als Dank setzen sie einen Link zu der Seite, welche sie ausgezeichnet hat.
3. Sucht euch mindestens 7 Blogs aus, welchen ihr diese Auszeichnung verleihen möchtet. Blogs welche eurer Meinung nach brillant in in ihrem Fachgebiet oder im Design sind!
4. Setzt einen Link zu diesen Seiten.
5. Benachrichtigt die Blog-Betreiber, dass sie mit dem Award “Brillante Weblog” ausgezeichnet wurden.

Ich verleihe den Blog Award an folgende Blogs und Websites weiter:

Informationszentrum Leben ohne Schule
SCHUL-KRITIK.de
bildungsfreiheit.org

Rette sich wer kann!
keimform.de

Kreide fressen
Jugendbücher-Blog
Ratgeber Kinderbuch

Einen Besuch dieser Seiten empfehle ich allen LeserInnen natürlich gerne und ganz besonders.

Was mir noch wichtig ist:
Ich persönlich knüpfe an die Weitergabe des Blog Awards keinerlei Erwartungen bezüglich der Einhaltung der oben genannten Regeln. Ich nutze aber gerne die Möglichkeit, auf diese Weise Seiten, die ich lesenswert finde, ein bißchen bekannter zu machen.

… das gilt für Europa und die Politik im Rahmen europäischer Zusammenarbeit ebenso wie für Deutschland und die nationale Bildungspolitik.

In puncto Europa haben es die Iren mal wieder bewiesen: Frägt man die Bürger direkt und überlässt ihnen die Verantwortung, entscheidende Sachverhalte zu beurteilen, so kommt etwas ganz anderes heraus, als wenn man dieselben Entscheidungen den von uns gewählten Politikern, die ja eigentlich in unserem Interesse handeln müssten, überlässt.

Sehr zutreffend, was da auf dem Honigbrot-Blog zu lesen ist:

[...]

Die Iren haben gemacht, was jeder gemacht hätte, den man drüber abstimmen lässt, ohne dass er sein Gehalt von der EU bezieht, oder hofft, dies nach dem Ende seiner bundespolitischen Karriere zu tun. Sie haben “nein” gesagt zu einem Regelwerk, das Europa dem Bürger so transparent macht wie Lagerfelds Sonnenbrille. Ein Vertrag, der einem vorkommt wie ein Blanco-Scheck von dem man nie weiß, ob er nicht auch das Zeug zum Boomerang hat.

Europa ist noch immer ne tolle Idee, das finden selbst die Iren. Es müsste aber ein Bürgereuropa werden und kein Bürokrateneuropa. Demokratie ist aber, wenn statt der Bürokraten die Bürger anstimmen dürfen, zumindest in Irland war das jetzt mal wieder so möglich. Das muss an diesen saftigen Wiesen liegen.

[...]

Die Bürger sind nah und praktisch am realen Geschehen dran, es fehlt die trennende Distanz einer Bürokratenschreibtischbreite, um sie die Dinge automatisch in §§- und Qualitätsstandards-Schubladen einordnen zu lassen. Das bedeutet insbesondere in puncto Bildung und Lernen, den entscheidend richtigen Blick zu haben. Die pädagogische Forderung nach Beachtung der individuellen Stärken und Schwächen des Lernenden, die duch die Regelwerke der Schul-Gesetze und -Verordnungen pervertiert wird, verwirklichen Bürger im Interesse ihrer Kinder unter oft großen Opfern durch Privatschulgründungen, Nachhilfeunterricht, Freizeit-Kurse und Bildung zu Hause. Dass ihnen dabei gerade in Deutschland Hinkelsteine in den Weg gelegt werden, ist bekannt.

Kritische Experten, insbesondere aus Ländern, wo der gestaltende Beitrag der Bürger auf dem Bildungssektor einfacher oder sogar erwünscht ist, fordern klar einen größeren Einfluss der Zivilgesellschaft im Bildungssektor.

Demokratie bedeutet Herrschaft, die vom Volk ausgeht und durch das Volk in seinem Interesse ausgeübt wird.

In einer freien und pluralistischen Gesellschaft, in der keine der unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen mit unterschiedlichen Wertvorstellungen andere unterdrücken soll, kann durch zivile Entscheidungsprozesse und vielfältige Gemeinschaftsprojekte, die nebeneinander bestehen werden, den Anforderungen der Einzelnen optimal entgegengekommen werden. In einem Bildungssystem, das frei und vielfältig ist, werden Schüler mit den unterschiedlichsten Voraussetzungen genau die ihnen gerecht werdenden Bildungswege und Lernmodule ohne bürokratische Gängelung in Anspruch nehmen können.

Lesen Sie dazu auch:

C. W. Beck: The Decline of Modern Schooling and the Emergence of a New Civic Sector of Education

Was ist woanders besser?

  • in Frankreich gibt es ein staatliches und staatlich finanziertes Fernschulwesen (CNED) für alle, die sich für diesen Bildungsweg entscheiden.
  • In Österreich gibt es den organisierten häuslichen Unterricht, kleine private Schulgründungen in Elternverantwortung, ohne jegliche bürokratische Gängelung.

Was fordern wir?

  • Die Anerkennung von Fernunterricht zur Erfüllung der Schulpflicht bei staatlich bereits anerkannten Schulträgern wie z. B. der Deutschen Fernschule (DF) und der Flex-Fernschule.
  • Die Genehmigung sogenannter Familienschulen - kleiner privater Lerngruppen in Elternverantwortung - ohne bürokratische Gängelung.

Und Ihre/Deine Meinung?

Wenn das nicht gute Nachrichten sind…

Die pädagogische Revolution hat begonnen. Von Christian Füller

Glaubt man, das sowas in Deutschland passiert?

In einem dieser 400 Quadratmeter weiten Areale treffen die Besucher nun zum Beispiel Lisa und Marie. Die beiden sechsjährigen Mädchen arbeiten gerade an ihrem Wochenplan - ganz allein. Eine Lehrerin ist zunächst nicht zu sehen. Nach und nach sind 80 Schüler zu entdecken. Auf einer Tribüne sitzen ein paar Schüler, die sich in Büchern vertieft haben. In einer Ecke ruht ein Mädchen sogar, auf Kissen gebettet. Hinter einem Raumteiler steht schließlich doch eine Lehrerin vor einer größeren Gruppe von Schülern und erklärt etwas. Wenn Gäste verwundert fragen, wo hier eigentlich gelernt wird, dann tippt sich Rektor Tlustek gern mal man an die Stirn: “Hier oben, im Kopf.”

Also, eine nicht alltägliche Artikel über unkonventionelle aber längst überfällige Schulreforme… lesenswert!

Ob es allerdings soweit kommt, dass Familien dieses Recht auf Freies Lernen zugestanden wird, bleibt noch offen….

Lia schrieb dieses Kommentar und dabei hat sie die Weisheit der Dakota-Indianer genommen und in eine Diskussion über die öffentliche Schulsituation eingebracht…

Eine Weisheit der Dakota-Indianer besagt: „Wenn Du entdeckst, dass Du ein totes Pferd reitest, steig ab!”

Hört sich doch so simpel an, oder? Aber statt vom toten Pferd abzusteigen wurden in unserem beruflichen (und schulischem) Leben viele Methoden und Strategien - zum Teil bis zur Perfektion - entwickelt, um dem Unausweichlichen doch ausweichen zu können. Kommt Dir die eine oder andere der folgenden Strategien vielleicht bekannt vor?

1. Wir besorgen uns eine stärkere Peitsche.
2. Wir sagen: „So haben wir das Pferd schon immer geritten”.
3. Wir gründen einen Arbeitskreis, um das Pferd zu analysieren.
4. Wir besuchen andere Orte, um zu sehen, wie man dort tote Pferde reitet.
5. Wir erhöhen die Qualitätsstandards für den Beritt toter Pferde.
6. Wir bilden eine Task-Force, um das Pferd wiederzubeleben.
7. Wir kaufen Leute von außerhalb ein, die angeblich tote Pferde reiten können.
8. Wir schieben eine Trainingseinheit ein um besser reiten zu können.
9. Wir stellen Vergleiche unterschiedlicher toter Pferde an.
10. Wir ändern die Kriterien, die besagen, dass ein Pferd tot ist.
11. Wir schirren mehrere tote Pferde gemeinsam an, damit wir schneller werden.
12. Wir erklären: „Kein Pferd kann so tot sein, das wir es nicht mehr reiten können.”
13. Wir machen eine Studie, um zu sehen, ob es bessere oder billigere Pferde gibt.
14. Wir erklären, dass unser Pferd besser, schneller und billiger tot ist als andere Pferde.
15. Wir bilden einen Qualitätszirkel, um eine Verwendung von toten Pferden zu finden.
16. Wir richten eine unabhängige Kostenstelle für tote Pferde ein.
17. Wir vergrößern den Verantwortungsbereich für tote Pferde.
18. Wir entwickeln ein Motivationsprogramm für tote Pferde.
19. Wir erstellen eine Präsentation in der wir aufzeigen, was das Pferd könnte, wenn es noch leben würde.
20. Wir strukturieren um damit ein anderer Bereich das tote Pferd bekommt.

Quelle: [leider unbekannt], aber ich habe es hier gelesen, danke Lia!  Überhaupt hat diesen Beitrag eine sehr interessante Wendung bei der Kommentare genommen!  Lesenswert, finde ich…

Geben nicht hunderttausende Abiturienten und Studenten IRGENDWELCHER Fächer in genau den Schulfächern anderen Abiturienten NACHHILFE - und zwar wohl deshalb, weil die VORMITTAGS ACH SO QUALIFIZIERTEN, beamteten Lehrkräfte dieselbe Leistung (die die Bevölkerung und Politkern Eltern nicht zutrauen mögen) millionenfach bewiesenermaßen nicht erbringen??? Lernen also nicht die MEISTEN Schülerinnen und Schüler NACHMITTAGS von Eltern oder (meist) Gleichaltrigen BESSER genau das, was “man” nur den studierten Lehrkräften zu lehren zutrauen, wo diese aber erkennbar auf der ganzen Linie versagen?

Nur einfach so eine Frage.  Ich freue mich auf eure Einsichten!

teenager.jpgGrace Llewellyn war eine gute Schülerin und wurde eine noch bessere Lehrerin. Nur liebte sie ihre Schüler zu sehr, um dauerhaft übersehen zu können, dass die Schule die ursprüngliche, vitale Forscherneugierde und den Wissensdrang von Kindern abstumpft, bis die meisten nur noch lustlos mit abgestandenen Fakten jonglieren, anstatt selbst zu denken.

Irgendwann wurde ihr klar, dass Schule nicht notwendig die beste Antwort auf das Leben junger Menschen ist, und sie wurde zu einer Pionierin der freien Bildung, wie sie in den USA bereits 6% der Schulkinder nutzen – und ihre Zahl wächst rasant.

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Erscheinungsjahr: 2008
ISBN: 978-3-934719-25-5
Preis: 19,80 €/ 32,00 sFr
Versandkosten (nur Ausland): 3,10 €

Die Verleger dieses Buches haben nicht nur immense Arbeit und Prozesskosten, sondern auch hohe Zwangsgelder (derzeit 7.500 €), Besuch vom Gerichtsvollzieher sowie die Androhung von Erzwingungshaft sowie ‘weiterer Zwangsmaßnahmen’ in Kauf genommen, um ihren Kindern das zu ermöglichen, was in diesem Buch beschrieben wird: Freies Lernen.
Wer dieses Buch liest, wird verstehen, warum.

„Dieses Buch ist gefährlich. Es widerspricht allen üblichen Weisheiten über Schulabbrecher und die Wichtigkeit von Schulabschlüssen. Es wirkt belebend und inspirierend. Lassen Sie dieses Buch auf keinen Fall in die Hände eines aufgeweckten, frustrierten Jugendlichen gelangen, den das Schulsystem anödet. Die Autorin kann für das daraus möglicherweise entstehende Glück und das Gefühl von Eigenverantwortung keinerlei Verantwortung übernehmen.“

„Dein Leben, deine Zeit und dein Gehirn sollten keiner Institution gehören, sondern dir. Dieses Handbuch ist für alle, die jemals zur Schule gegangen sind, aber es ist ganz besonders ein Buch für Teenager und Leute, die viel mit Teenagern zu tun haben.
Aus dem Inhalt:
· gute Gründe, über den Abschied von der Schule nachzudenken
· wie du deine natürliche Fähigkeit, dein eigener Lehrer zu sein, wiederentdeckst
· wie du die Unterstützung deiner Eltern gewinnst, deine Freunde behältst und mit den Behörden klarkommst
· wie du dir dein ureigenes spannendes Bildungsprogramm maßschneiderst
· wie du studierst, ohne vorher zum Gymnasium zu gehen
· wie du ehrenamtliche Jobs, Praktika, und andere Gelegenheiten zur praktischen Arbeit findest
· wie andere Teenager weltweit ohne Schule leben und lernen

Moritz und Thomas Neubronner gehen nicht zur Schule und sind deswegen bundesweit bekannt geworden. Ihre Eltern, die Inhaber des Genius Verlages, waren zunächst sehr frustriert über den Schulstreik ihrer Kinder. Inzwischen haben sie verstanden, dass ihre Kinder ohne Schule mehr und lieber lernen und vor allem viel glücklicher sind – wie Millionen Kinder weltweit. Dieses Buch zeigt konkret, wie das geht – auch in Deutschland.

Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit

Wie kann man Bürger dazu bewegen, sich zu engagieren? Das Berlin-Brandenburg Büro der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit lädt in Zusammenarbeit mit dem Maecenata Institut für Philanthropie der Humboldt Universität zu einer Veranstaltung am 5. März in Berlin ein, die sich mit diesem Thema beschäftigt. Mit einem Blick ins Ausland wird erörtert, wie man die politische Förderung der Zivilgesellschaft in Deutschland verbessern kann. Neben international anerkannten Experten wird auch Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) sprechen.<Merh Information>

Da kommen bei mir viele Fragen auf: 

  • Kann man, soll man Bürger dazu “bewegen”, sich zu engagieren? 
  • Engagieren sie sich nicht? 
  • Warum ist man der Meinung, der Bürger engagiere sich nicht?
  • Wie sieht bürgerliches Engagement aus?
  • Was ist unter “politische Förderung der Zivilgesellschaft” zu verstehen? 
  • …..?