Letztes Jahr in Oktober postete ich einen Artikel von Fritz Reheis “Nicht für das Leben, für die Schule lernen wir…“.  Darin beschreibt er was mittlerweile auch unter Franchising und Marktwirtschaft längst gängige Praxis darstellt:  Konsum, konsum, konsum.  Alles reinstopfen, wenig Zeit zum Verdauen, Verweilen, In-sich-aufnehmen.  Denn der nächste Happen Wissen drängt sich förmlich auf… (irgendwo hatte ich auch von “Bulimie-Bildung” gelesen:  alles in sich reinstopfen und für die Lernkontrolle wieder auskotzen… nicht besonders “appetitlich”…)Da staunte ich nicht schlecht, als ich gestern folgendes gelesen hatte:

“Pauken ohne Pause - Streit ums Turboabitur”

Nicht für die Schule, fürs Leben lernen wir. Aber möglichst schnell. Ab dem kommenden Sommer wird in fast allen Bundesländern das “G8″, das achtjährige Gymnasium, eingeführt sein. Doch die Bewältigung der gleichen Stoffmenge in weniger Zeit setzt Schüler und Lehre unter Druck. Sie beklagen, dass kaum Zeit für die Vertiefung eines Themas bleibt - geschweige denn für die Hobbys am Nachmittag. Macht die Schule unsere Kinder kaputt?

Zu finden bei TeachersNews als PROGRAMMHINWEIS für Donnerstag, 21. Februar 2008, 22.15 Uhr auf Phoenix:

Anke Plättner diskutiert in der PHOENIX Runde mit Prof. E. Jürgen Zöllner (Bildungssenator in Berlin) Gerhard Braun (Vizepräsident Bundesvereinigung Deutscher Arbeitgeberverbände), Susanne Gaschke (DIE ZEIT), Harald Mier (Schulleiter Schadow-Gymnasium Berlin) und Bernd Sibler (CSU, Staatssekretär Kultusministerium Bayern).

Da werde ich vielleicht mein Fernsehabstinenz heute Abend aufheben, denn ich habe vor etwa sechs Jahren das Buch “Die Erziehungskatastrophe–Kinder brauchen starke Eltern” gelesen.  Mir hat die Schreibweise von Frau Gaschke sehr beeindrückt, bei ihren Schreiben kommen Fragen auf, die –wenn man sich Gedanken macht über Bildung, Familien und Politik macht– Beantwortet werden wollen:

Zum Beispiel,

  • ob der Konsens, dass Kinder staatlich betreut werden müssen, damit Mammi und Pappi Geld verdienen können, wirklich so toll ist?
  • Ob die Dogmen der Kindergartenerziehung oft nur die schiere Faulheit und Erziehungsunfähigkeit des Personals kaschieren?
  • Ob die Kriterien der Jugendhilfe Unverantwortlichkeit geradezu züchten (und damit Jahr für Jahr Milliarden verballern, ohne jede Erfolgskontrolle)?
  • Ob die Grundschulen ihrer Aufgabe noch gerecht werden und die Anhäufung immer neuer Anforderungen (sprachliche Früherziehung, Integration etc.) die Schule nicht von ihrem Erziehungsauftrag entfernt?
  • Ob sich hinter Internet- und Medien-Euphorie als Heilmittel für Gymnasial- und Universitätsbildung mehr verbirgt als schiere Resignation?

Was denkst du über diese Fragen?  

(Passt genau zum gestrigen Thema vom Frontal 21:  “Überforderte Schüler. Das Milliardengeschäft Nachhilfe“,
den man sich auch als video ansehen kann.)

Liebe Anitz,

danke für den interessanten Artikel! Ich kenne das Buch nicht, habe auch die anderen Bücher der Autorin nicht gelesen.

Aber das kenne ich sehr gut aus meiner eigenen Kindheit, von der Generation der Mütter (nicht Väter!) meiner Mutter: “Und wir benehmen uns dabei immer häufiger wie charakterlose Streber, die nur danach trachten, die anderen auszustechen, um auf dem dunklen Hintergrund des kläglichen Versagens der Nachbarin den eigenen Stern um so heller strahlen zu lassen.” (Man braucht lediglich “Nachbarin” durch z. B. “Schwägerin” zu ersetzen.)

Damals gab es nicht den Kult um die “Optimierung des eigenen Kindes”, dazu hatte man wohl a) genug Gottvertrauen, daß aus diesem bei entsprechender Erziehung schon was rechtes werden würde, und b) die entsprechenden Erziehungsmethoden (autoritär) noch nicht als evt. unangemessen in Zweifel gezogen.

Es ging damals um die Optimierung und entsprechende Präsentation des eigenen Hauses und Haushaltes, darum, bei wem man nun tatsächlich vom Boden essen könne, weil dieser sauberer und strahlender war als ein niegelnagelneuer Porzellanteller. Es ging darum, wer welches Gericht nun wirklich am besten kochen könne und all diese Hausfrauendinge. Natürlich verglich man auch die eigene Brut und stand mit sotzgeschwellter Brust da, wenn diese besonders reüssierte bzw. schob dieses Thema dezent in eine dunkle Ecke, wenn dem nicht so war, aber der Umgang mit der eigenen Brut war dennoch sehr viel natürlicher. (Vermutlich eben, weil man es nicht vorrangig als auf dem eigenen Mist gewachsen ansah, was aus der Brut wurde, sondern als mehr oder weniger Gottgegeben.)

Bei den heutigen Supermüttern gilt es selbstverständlich als Voraussetzung, um zu dieser Kaste gehören zu können, daß der Haushalt ebenfalls 1a-mäßig präsentabel ist, aber er steht nicht mehr im Mittelpunkt. Und eigenes Kochen ist sehr unwichtig geworden, genauso als ausreichend standesgemäß wird eine Versorgung mit den teuren der Feritg- oder Halbfertigprodukte angesehen. Das wäre damals undenkbar gewesen, was nicht selber gekocht oder gebacken oder eingemacht worden war, galt als unfein.

Die Welt der Familien war damals halt noch nicht ver-rückt worden. An der Spitze standen klar die Eltern, der Vater etwas höher als die Mutter, wenn es um den Autritt in der Welt draußen ging, die Mutter deutlich höher als der Vater in allen Belangen rund ums Heim (Haushalt und Kindererziehung). Die Kinder waren Nachkommen und Erben, Söhne z. B. häufig direkte Erben väterlicher Vornamen und väterlicher Betriebe/Geschäfte/Berufe. Die Familien hatten ja auch mehrere Kinder, so daß sich das auf sie gelegte Augenmerk automatisch aufteilte und damit für jedes dieser Kinder sanfter ausfiel als dies bei einem Einzelkind der Fall gewesen wäre. Es war nicht vorrangig wichtig, ob nun jedes Kind ein eigenes Zimmer hatte, selbstverständlich standen die Kinder in der zweiten Reihe hinter ihren Eltern.

Heute definieren sich Eltern nicht mehr über den Beruf (wobei ich die Betätigung der Mütter als Hausfrauen und Kindererzieherinnen auch als solchen werte), sondern stehen als Vasallen hinter ihren Kindern. Sie definieren sich über das, wie ihr Kind (mehr als ein oder zwei snd ja selten) in der Welt steht - und das schon von der Zeit vor dem Kiga an, wenn Mütter die Kids in Pekip-Gruppen und ähnliches schleppen und bereits da die Vergleicherei mit den anderen Kids beginnt.

Der Stellenwert der ursprünglich für das Selbstbewußtsein wichtigen Berufe von Vätern und Müttern ist einerseits durch im Hintergrund beständig drohenden Verlust von Anstellung oder eigenem Geschäft (strukturelle Verunsicherung) der Väter und andererseits durch die konsequent verlaufene Erniedrigung des Hausfrauen- und Mutterdaseins (ideologische Verunsicherung) nun völlig ausgehebelt worden. So gerieten gerade die Mütter unter einen weiteren Zwang, denjenigen, neben ihrem Dasein als “Familienmanagerinnen” auch noch außerhäußig erwerbstätig zu sein. (Eine “Familienmanagerin” braucht nicht mehr selbst Zuneigung zu geben und Kleinkinder im Arm zu halten, zu waschen, zu putzen, zu kochen, die Kinder zu hüten und mit ihnen zusammen zu sein, ihre Arbeit ist dann ebenso perfekt gelungen, wenn sie all diese Dinge wohlorganisiert an andere Personen wie Au-Pairs, Tagesmütter oder angesagte Kinderbetreuungseinrichtungen abgibt. Eine “Nur-Mutter” muß diese Dinge schon überwiegend selber tun, damit sie ihre Aufgabe als gelungen ansehen kann.)

Insofern könnte ich mir vorstellen, daß Gerlinde Unverzagts Konzentration auf die Mütter unserer Tage und das Ausblenden der dazugehörigen Väter keine Nachlässigkeit von ihr ist, sondern sehr bewußt (und zurecht) geschieht: Es sind m. E. heutzutage definitiv die Mütter, die durch ihr Tun und Unterlassen, durch ihre Forderungen und Verschmähungen, letztenendes aber gerade durch ihr mangelndes Selbstbewußtsein _als_ Mütter dazu beitragen und beigetragen haben, daß Familien nach einem ungeheuren Wandel nicht mehr sind und sein können, was sie einmal waren. Wenn die Familie nun aber in erster Linie am auf den Präsentierteller erhobenen Kind beurteilt wird, und wenn diejenigen, aus denen das Kind physisch hervorging, deutlichst geschwächt sind, dann ist es ja klar, daß am gelungenen Ergebnis Experten ihren Anteil gehabt haben müssen, sonst hätte es niemals gelingen können. Woraus die Notwendigkeit und Wichtigkeit der Experten wiederum für weitere Betroffene abgeleitet werden kann und wird usw. (Daß auch Experten versagen, gerät immer schnell in Vergessenheit, und ich könnte mir denken, daß Gerlinde Unverzagt mit ihrem neuesten Buch ungewollt den Experten zu noch größerer Wichtigkeit verhilft, weil sich alle mit Begeisterung auf die versagenden Mütter stürzen werden, ein gefundenes Fressen für die aktuelle Familienpolitik … Es werden halt nun die Experten “von der anderen Seite” zu Wort kommen, die Kindheitsforschern, die immer schon wußten, daß zuviel Verkopfung schlecht ist etc., aber halt bestimmt _wieder_ Experten.)

Eigentlich bräuchten wir eine klare und vorbehaltlose Anerkennung der Mütter als Mütter, um diesem Teufelskreis zu entfliehen, in einem extrem patriarchalen Land wie Deutschland (ja, so erlebe ich Deutschland seit langem, ich bin übrigens Jahrgang 61) ganz besonders. Sogenannte Frauen”emanzipation” (hahaha) hat dies in Deutschland m. E. im übrigen zusätzlich verhindert.

Deine Eljascha

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Wie denkst du zum Thema “Supermuttis”?

Schuldebatte

Über Eltern dürfen wir nicht schweigen

Von Christian Geyer

Das hört man gern. Die Debatte um das Turbo-Gymnasium scheint erste Früchte zu tragen. Die Politik reagiert. Eine “Bildungskompetenz” vorspiegelnde ministerielle Anmaßung wird als solche erkannt und in die Schranken gewiesen. Mehrere Ministerpräsidenten kündigen an, die ungemein schlampig und inkompetent durchgeführte Schulreform reformieren zu wollen.  Und zwar nicht irgendwann, sondern so, dass die Reform der Reform schon im übernächsten Schuljahr greifen könne, wie soeben Günther Oettinger erklärt. Regierungschefs ließen das gesellschaftliche Großthema bisher treiben. Nun ist man offenbar aufgewacht. Anders gesagt: Man ist jäh auf den Hosenboden gefallen, auf den zu setzen man den Fünft- und Sechsklässlern stereotyp empfiehlt, wenn man ihnen im Turbo-Gymnasium bis zu fünfzig Stunden Lernzeit pro Woche abverlangt - und sie damit um entscheidende außerschulische Lebenserfahrungen bringt, von der Überforderung der Eltern durch Dauernachhilfe zu schweigen. Jetzt rückt das Thema auf der politischen Agenda endlich dorthin, wo es hingehört:  nach ganz oben.

Je heftiger und öffentlicher der Streit um die Vorschläge zur Straffung des Unterrichts in concreto geführt wird, desto geringer die Gefahr, dass das Thema wieder in jenes entsetzlich verschwiemelte schulpolitische Klein-Klein zurücksackt, in dem es bisher feststeckte, klein- und schöngeredet von den knochentrockenen “Bildungsexperten”, welche gewöhnt sind, ihre administrativen Tischvorlagen zu humanistischen Manifesten hochzuschreiben. Da es im fachpädagogischen Betrieb wie nirgends sonst einen durch nichts zu irritierenden besserwisserischem Elan gibt, einen Mitteilungsdrang höchster Emsigkeit, braucht man sich um die Lebendigkeit der G8-Debatte fürs erste keine Sorge mehr zu machen. Was am Ende zählt, ist der politische Wille, sich über all diese Nickligkeiten hinwegzusetzen und Kindern ihre Kindheit zu sichern.

Ein boulevardesker Zungenschlag

Wer über Kindheit redet, darf über Eltern nicht schweigen. Sie bilden gleichsam den zweiten Debattenstrang des Themas. Hier mischt seit dieser Woche Lotte Kühn die Szene auf. Der Mutter von vier Kindern, die mit richtigem Namen Gerlinde Unverzagt heißt, war mit dem “Lehrerhasserbuch” ein Bestseller gelungen. Nun ist ihr neues Buch “Supermuttis” im Handel.  Der Untertitel - “Eine Abrechnung mit überengagierten Müttern” - ist nicht ganz korrekt, handelt es sich doch in Wahrheit um eine Abrechnung auch mit überengagierten Vätern. Kindheit ist demnach nicht nur durch eine Schule bedroht, die sich als Managerschmiede für Sechstklässler geriert, sondern nicht minder durch Eltern, die - von “Bildungsexperten” kirre gemacht - ihre Kinder überbehüten, eine overprotection betreiben, die wiederum die Kinder kirre, verwöhnt und maulig macht. Es ist das Pathos der Praktikerin, mit dem Lotte Kühn auch diesmal vielen Eltern aus dem Herzen sprechen dürfte.

Die abschätzige Art, mit der sie die akademischen Erziehungsbegleiter behandelt, hat bei ihr Methode. Da sie nicht nur vier Kinder erzieht, sondern ihr Urteilsvermögen mit einem gekonnt pamphletistischen Stil verbindet, macht sie den Besserwissern die Widerrede schwer. Das Phänomen Lotte Kühn zeigt ähnlich wie der Debattendurchbruch bei G 8: Manche Themen haben erst dann eine Chance, sachgemäß debattiert zu werden, wenn ein boulevardesker Zungenschlag einkehrt. Nur so werden sie aus der Sphäre des Verstiegenen, Verschrobenen und Manierierten herausgerissen, in der sie kaltgestellt waren.

Unter Lotte Kühns verfremdenden Blick erscheint der betuliche Perfektionismus, wie er sich heute mit der Idee der Kinderaufzucht verbindet, als historisch einmalige Idiotie. Unter Überschriften wie “Alles in Mutter”, “Der Kult ums Kind” oder “Ratschläge sind auch Schläge” legt die Autorin eine Aufklärungsschrift vor, die aller Fachpädagogik den letzten verbliebenen Schneid nimmt.

Mütter wie Treibgut

Dass die abstrakte, gleichwohl stets gegenwärtige Optimierungsidee nicht nur Kinder ruiniert, sondern auch Eltern unter einen bizarren Leistungs- und Konkurrenzdruck bringt, wird in Kapiteln dargelegt wie “Warum Mütter andere Mütter nicht leiden können”, “Warum hierzulande jeder einer Mutter erzählen darf, was eine gute Mutter ist” oder “Zickenterror, Stutenbissigkeit und Kampfmutterschaft”. Man wird, wie gesagt, in etlichen Passagen “Mütter” durch “Väter” ersetzen können. Eine Streitschrift wider den Zeitgeist als Expertengeist, wie sie deftiger und wahrer nicht zu wünschen ist.

Diese Autorin hat den Durchblick, den die “besserwisserische Expertenzunft” (Lotte Kühn) gerade verstellt: “Das überbordende Angebot an Ratschlägen verwirrt nicht nur, sondern lässt Müttern im medialen Stakkato immer neuer Fachbegriffe und Erkenntnisse die Ohren klingen. Wir Mütter schwimmen wie Treibgut im Meer modischer Erziehungsstrategien, konzentrierter Gesundheitsfürsorge und einfühlsamer Sicherheitsverwahrung unserer Kinder; wir leben ständig in der furchtsamen Erwartung, alles, was wir bisher getan haben, als falsch entlarvt zu sehen und an den Klippen der Optimierung des eigenen Kindes gestrandet zu sein. Und wir benehmen uns dabei immer häufiger wie charakterlose Streber, die nur danach trachten, die anderen auszustechen, um auf dem dunklen Hintergrund des kläglichen Versagens der Nachbarin den eigenen Stern um so heller strahlen zu lassen.”

Und tatsächlich geschieht an der Hand der Lotte Kühn etwas Sonderbares mit uns: Die schlichte, ganz und gar nicht romantisierende Beschreibung der früheren, noch am eigenen Leib erlebten Kindheit kommt uns wie das Protokoll einer großen Wurstigkeit aus einer versunkenen Welt vor. Sollte damals - vor gerade mal dreißig, vierzig Jahren - etwa nichts von dem eine Rolle gespielt haben, was uns heute als unbedingtes Gebot früh- und spätkindlicher Förderung vor Augen steht? Gab es noch keine Hirnforschung, die die Eltern dazu anhielt, ihre Kinder täglich mit “Anregungen” zu überhäufen, damit sich nur ja die Hirnzellen förderlich verschalten? War man damals gar noch frei von der Angst, “Fehler” im Umgang mit seinen Kindern zu machen, ihnen durch irgendwelche Nachlässigkeiten von heute einen “Schaden” für immer zuzufügen?

Unbeschwerte Kindheit

Lotte Kühn gesteht das Unsagbare: “Das Abendessen nahmen wir Kinder allein ein, denn meine Eltern wollten dann und wann für sich sein, ungestört von Kindergeplapper, Geschwisterstreit und umfallenden Saftgläsern. Was für ein egoistisches, kinderfeindliches Verhalten! Meine Mutter hätte bei den Müttern von heute wohl keine Chance gehabt, als gute Mutter zu gelten.”  Wie sind wir damals bloß alle davongekommen? Waren wir verwahrlost und merken es erst heute?

Wie es aussieht, brauchen wir nicht nur eine Debatte über das Turbo-Gymnasium. Wir brauchen eine Debatte über die Frage, wie Eltern wieder lernen können, sich selbst zu vertrauen. Eine Verständigung darüber, was wir unter unbeschwerter Kindheit verstehen wollen.  Unbeschwerte Kindheit, das hieße heute doch wohl auch dies: eine Kindheit unbeschwert vom Geschwätz unserer aufgeplusterten Kindheitsexperten.

Text: F.A.Z., 08.02.2008, Nr. 33 / Seite 33