Von Bianka hat Bildungsvielfalt einen Blog Award bekommen. Ich bedanke mich ganz herzlich dafür!

Den “Brilliant Weblog Award” bekommen Websites und Blogs, die besonders wegen ihrer Aktualität, Themen und der Designs auffallen.

Hier sind die Regeln für den Award:

1. Die Ausgezeichneten dürfen das Logo mitnehmen und auf ihrem Blog platzieren.
2. Als Dank setzen sie einen Link zu der Seite, welche sie ausgezeichnet hat.
3. Sucht euch mindestens 7 Blogs aus, welchen ihr diese Auszeichnung verleihen möchtet. Blogs welche eurer Meinung nach brillant in in ihrem Fachgebiet oder im Design sind!
4. Setzt einen Link zu diesen Seiten.
5. Benachrichtigt die Blog-Betreiber, dass sie mit dem Award “Brillante Weblog” ausgezeichnet wurden.

Ich verleihe den Blog Award an folgende Blogs und Websites weiter:

Informationszentrum Leben ohne Schule
SCHUL-KRITIK.de
bildungsfreiheit.org

Rette sich wer kann!
keimform.de

Kreide fressen
Jugendbücher-Blog
Ratgeber Kinderbuch

Einen Besuch dieser Seiten empfehle ich allen LeserInnen natürlich gerne und ganz besonders.

Was mir noch wichtig ist:
Ich persönlich knüpfe an die Weitergabe des Blog Awards keinerlei Erwartungen bezüglich der Einhaltung der oben genannten Regeln. Ich nutze aber gerne die Möglichkeit, auf diese Weise Seiten, die ich lesenswert finde, ein bißchen bekannter zu machen.

Hier ist die exklusive Vorabveröffentlichung des Romans von Vera F. Birkenbihl.

Originalton der Autorin: “Dies sind Auszüge aus meinem ROMAN, in dem der BILDUNG im Wortsinn DER PROZESS GEMACHT WIRD.  Schwerpunkt der Autoren-Lesungen werden Gerichtsszenen sein, in denen vom Schulbuch-VERLEGER über LEHRKRÄFTE bis zu Autoren von Lehrwerken (z. B. Fremdsprachen-Textbüchern) als Zeugen auftreten, wobei so mancher Zeuge zum Angeklagten wird… Die Dialoge sind eine andere Form, meine Kernaussagen der letzten Jahrzehnte auf den Punkt zu bringen…”

In der ersten Folge dieser neuen Reihe mit dem Titel “Vor dem Prozess” gibt es eine Einführung und Erklärung zum Prozess, außerdem treffen bei einer Frensehausstrahlung eines Internettalks am Vorabend des Prozesses ein Journalist, ein Linguist, ein Soziologe und ein Historiker aufeinander, die über Einwanderung und deren Folgen auf das Bildungssystem diskutieren.

Gesprochen von der Autorin Vera F. Birkenbihl

Von mir nur zwei Zitate:

Lagen die vielen Probleme millionen von Schülern und Schülerinnen am System, oder waren doch die Schüler oder ihre Eltern schuld? Das sollte sich zeigen.

Zum Sozio-Ökonomische Distanz–Argumente vom Kinderrechtsbeistand:

In beiden Länder [USA wie Deutschland] profitieren Kindern um so mehr vom Schulsystem je weniger sie es benötigen, bzw.  je mehr Bildung sie zu Hause erleben.  Man kann auch sagen, je weniger sie das Schulsystem brauchen, desto mehr profitieren sie, während genau jene Kinder, denen das Schulsytem bieten soll, was zu Hause fehlt, in diesem System versagen müssen.

Bei Podcast.at.   Bildungsverantwortliche müssen sich das unbedingt anhören.

Gefunden bei Lernen Heute.

Der Countdown läuft zum Start des gemeinsamen multimedialen Schulfernsehens von SWR und WDR. Schon bald können Lehrer, Schüler und alle anderen Interessierten online in neue Wissenswelten vordringen. Es gibt viel zu entdecken auf www.planet-schule.de, gelernt wird interaktiv und spielerisch. Weitere Informationen über das neue Lernportal hier …

*Anmerkung:  Teil 1 kannst du gerne vorher lesen. 

Hallo Bea,

ich gebe Dir absolut recht in dem, was Du schreibst. An meiner eigenen Familie konnte ich genau dasselbe beobachten. An mir selbst natürlich ganz besonders. Ein Grund mehr für mich, all diese Muster aufzulösen (viel Arbeit - bin immer noch dabei ;) ).

Aber gerade deshalb zieht für mich die Argumentation mit der Sozialisierung in der Schule nicht. Es ist höchstens ein Umfeld, indem man das zu Hause erlernte erprobt, und sich unter umständen ständig beweist, was man zu Hause gelernt hat. Z.B. wenn jemand ein sehr schlechtes Bild von sich selber hat, wird er sich in der Schule Situationen suchen, in denen dies zum Ausdruck kommt, etc.

Deshalb bin ich bei dieser ganzen Schul- und Elternpolitik ja auch dafür, die Familien und Eltern zu *stärken*. Es muss viel mehr dafür getan werden, dass Eltern ihre Rolle als wichtig, positiv und gut ansehen, dass sie ihre große Verantwortung auch erkennen.  So wäre es z.B. eine tolle Sache, wenn in Schulen ein Programm angeboten würde, um die Jugendlichen auf ihre zukünftige Rolle als Partner und Familie vorzubereiten - nicht so sehr als Unterricht, sondern als Austausch, als Selbsterarbeitungsprogramm. Irgendwie soetwas.

Auf anderer Ebene müsste es viel mehr Beratung und Unterstützung für Eltern geben, mehr Gemeinschaft und Austausch für Familien. Familienzentren wären dafür z.B. ganz toll. Anstatt das Ziel im Kiga zu haben, die Kinder ihrer Eltern zu entwöhnen (Selbständigkeit), sollte es Orte für gleichermaßen Kinder UND Eltern geben (auf freiwilliger Basis). Ein offener Ort für Austausch, Aktivitäten, Beratung, und vieles mehr. Eltern kämen miteinander in Kontakt und könnten sich gegenseitig unterstützen.

Kinder hätten gleichaltrige zum Spielen, und gleichzeitig vieleAnspre chpersonen.

Naja, du kannst Dir den Gedanken im Kopf weiterspinnen. :-)

Lieber Gruß,
Isla

Das erste Mal, als ich mit dem Begriff Homeschooling konfrontiert wurde, passiert etwa vor einem Jahr. Zuvor begegnete mir das Thema nur flüchtig in Form der gängigen Klischees, die uns meist in Berichterstattungen ins Auge springen, nämlich daß Eltern, die ihre Kinder zu Hause unterrichten religiöse Fanatiker sind, die Kreationismus predigen und sich gegen Sexualkundeunterricht aussprechen. Die Freundin, die mir davon berichtete passte aber in keinster Weise in dieses Vorurteil, denn sie war gebildet und wirkte in ihrem Handeln sehr bedacht. So sah ich dies als Anlaß mir die Gründe für eine unbeschulte Kindheit genauer anzuschauen. Die Kontraseite war mir ja allzu bekannt, denn sie beherrscht ja das übliche Meinungsbild, aber ich konnte mir schwer vorstellen, was es für andere Gründe Pro-Unbeschult geben sollte, außer das Kind von der Gesellschaft fern zu halten und ihm ein ein festes, beengendes Weltbild zu vermitteln, frei von Selbstentfaltung.

Ich begann mit dem Buch „Wie kleine Kinder schlau werden“ von John Holt, dessen Titel eine miserable Übersetzung aus dem Englischen ist, der Originaltitel nämlich lautet „How children learn“. Allein der Titel wäre fast der Grund gewesen mir dieses wundervolle Buch nicht durchzulesen, aber was sich mir dann dort eröffnete, war die Erkenntnis, wie Kinder mit vollstem Interesse alles in ihrer Umwelt in sich aufsaugen, wie sie mit jedem Atemzug die Welt um sich herum aus freien Stücken erforschen, ohne daß auch nur ein Lehrer sie dazu veranlasst hat. Dies dauert leider oft nur an bis sie in die Schule kommen, vielleicht hält die sogar Energie noch eine Weile, jedoch verebbt die Freude am Erkunden von allem Greifbarem Stück für Stück. Dieses Buch musste ich erst langsam in mir wirken lassen und weil ich Mutter eines zweijährigen Jungen bin, fing ich an sein Verhalten aus einer anderen Perspektive heraus wahr zu nehmen. Zuvor erschien mir sein Umgang mit der Umwelt eher als lästig, weil es viel meiner Zeit in Anspruch nahm, es gelang mir jedoch bis dato nicht wirklich die Perspektive zu wechseln und wirklich zu verstehen, was sein Tun für ihn selbst bedeutet.

Das erste Argument gegen Homeschooling hielt also nach näherer Betrachtung in keinster Weise stand, denn Lernen offenbarte sich plötzlich in jeder Handlung. Er fordert mich von sich aus auf, Bücher zu lesen, bittet mich darum Dinge zu benennen oder zu erklären. Sein Wesen ist so voller Wissbegierde, daß ich mir mittlerweile in keinster Weise mehr Gedanken mache, ob er denn Lesen, Rechnen oder Schreiben lernt.

Ich begann zu lesen und zu lesen. Buch reihte sich an Buch und so zerfielen die Argumente eins nach dem anderen.

Das zweite Argument, daß Kinder in der Schule Disziplin erlernen sollen, widerstrebte mir von vornherein, denn ich erinnere mich oft an meiner eigene Kindheit, wie verletzend es war, wenn Menschen meine Freiheit beschnitten, die oft angefüllt war mir Interesse und positiven Intentionen, nur im Namen einer Erziehungsmaxime. Disziplin habe ich bis heute nicht und dabei war die Atmosphäre meiner Kindheit davon getränkt.

Auch das Argument, daß die Kinder auf den Ernst des Lebens in der Schule vorbereitet werden sollen, galt in meinen Augen nicht, denn was soll dagegen sprechen, daß sich ein Kind seinen Lebensweg selbst formt?

Es bliebt mir noch eine allerletzte Bastion, die es zu erobern galt und diese stellte sich als die allerschwerste heraus: Die Frage, wie denn ein Kind lernt in der Gemeinschaft zu leben, sich zu sozialisieren.

Und so kam es zu folgendem Austausch mit einer befreundeten Mutter:

Liebe Isla,

ein Argument für Beschulung, das auch bei mir lange gezogen hat, ist ja immer wieder die Sozialisierung. Kinder müssen in die Schule, weil sie ja sonst nicht lernen mit anderen Menschen umzugehen. Ja, klingt logisch, dachte ich erst, denn dort ist alleine das Argument aufgrund der Quantität der Menschen, die aufeinander trifft überzeugend. Jetzt ist fünf Uhr Nachts und ich kann nicht schlafen, weil mich ein Gedanke nicht mehr los läßt.

Mein Hintergrund basiert immer wieder auf Alice Millers Erkenntnissen, mit besonderer Faszination, wie nahezu identisch unreflektierte Erlebnisse, von uns als Erwachsenen reproduziert werden, ganz besonders an unsere Kinder weiter gegeben werden. Ich hatte mir da schon einige Zeit Gedanken zu meiner eigenen Sozialisation gemacht - gar nicht um zu Jammern, oder ähnliches, einfach als Beobachtungsaspekt.

Aufgewachsen bin ich in einem kleinen Dorf ohne nahezu Gleichaltrige, oder auch nur annähernd interessante Spielgefährten. Ich weiß noch nicht einmal, ob das den Effekt verstärkt oder nicht, oder ob es an sich recht unwichtig ist. Jedoch fiel mir gerade heute Nacht auf, wie absolut prägend das Bild war, das mir meine Eltern als sozial agierende Person vermittelt haben. Wie quasi das Urteil von ihnen zu DEM Bestimmungsfaktor für die Form der sozialen Interaktion überhaupt wurde. Also etwa eine selbsterfüllende Prophezeihung.

In allererster Linie spielt natürlich die Interaktion mit den Eltern eine Rolle, so wie diese sich dem Kind gegenüber verhalten, so verhält sich das Kind auch anderen gegenüber. A La “Das kompetente Kind” von Jesper Juul.

Ganz grob also, wir - was wir ja nicht machen, aber als Beispiel - wir Klopfen dem Kind auf die Finger, oder Schlagen es, was tut das Kindin seinem nächsten Umfeld? Es hat für sich diese Art des Umgangs im praktischen als die richtige gelernt und wendet sie bei Gleichaltrigen oder Jüngeren an - von älteren erwartet es vermutlich ähnliche Reaktionen, wie die Eltern sie bieten. Das Kind wählt also auch eine vehemente Form, sich von Unliebsamen zu befreien, weil das mit dem auf die Finger klopfen jetzt im Umgang mit anderen Kindern nicht so ganz nahe liegt, schubbst das Kind die anderen oder haut sie. Die Reaktion der Eltern im Allgemeinen: Sie schelten das Kind und brennen somit ein Stück weit mehr das Selbstbild in das Kind “Ich bin falsch, denn meine Eltern dürfen etwas an mir praktizieren, was ich an anderen nicht umsetzen darf, also muß der Fehler bei mir liegen.”

Ich beschreibe mich hier mal als pathologisches Fallbeispiel. Eltern reproduzieren unreflektiert die eigenen Kindheit, die sehr traumatisch war, lassen jedoch größtenteils physische Bestrafung weg. So werden die Abneigungen, die sie selbst erlebt haben projiziert plus der Aspekt, daß der Umkehreffekt dazu kommt, soll heißen, daß die Eltern unliebsame Teile der ja nicht hinterfragten eigenen Eltern auf das Kind übertragen werden, weil es für ein unterdrücktes Kind niemals sein dürfte die Eltern als fehlerhaft zu sehen.

Kind wird also im Verhalten negativ bewertet, gibt Erlebtes weiter, wird in seinem Sozialisierungsversuch negativ bewertet und so bildet sich das Bild, wie das Kind auf andere wirkt. Das ist natürlich nicht der ausschließliche Faktor, denn in einer gesunden Familie, kann das Kind sich die Freiheit nehmen selbst zu sehen, in einer autoritären Familie jedoch wird es gesehen. Was nicht heißt, daß es nicht auch dort selbst Beobachtungen anstellt, diese jedoch müssen zugunsten der übermächtigen Erwachsenen untergeordnet werden.

So kommt es dann auch zu der Spirale, daß wir uns immer wieder Menschen aussuchen, mit denen wir die gleichen Konflikte haben, die im Verhalten die gleichen Eigenarten aufzeigen, wie die Eltern, oder eben das näheste Umfeld - solange wir uns nicht erlauben das Verhalten der eigenen Eltern zu hinterfragen. Wir gehen raus und die Menschen reagieren alle ähnlich auf uns.

Beispielsweise hatte sich in mich das Selbstbild eingebrannt, nahezu monströs zu sein, bösartig, schlecht, auf keinen Fall liebenswert, das hatte ich immer im Hinterkopf bei Begegnungen mit anderen Menschen.  Vor allem eben die Angst, mein Gegenüber könnte meine Schlechtigkeit durchschauen und genau aber, weil ich vor allem durch meine Körpersprache und die Art der Konversation dieses Bild mit jeder Zelle spiegelte, reagierte dann auch meine Umwelt so auf mich. Die Reaktionen des Gegenübers waren entsprechend dem, wie ich es erwartete. Sprich, weil ich mich klein und häßlich machen ließ und machte, wurde ich von außen auch so wahrgenommen. 

Alles fiel im Prinzip wieder auf das Selbstbild durch die Eltern zurück - das mag jetzt in einer Umgebung, in der Kinder sich vielleicht natürlicher selbst erproben können, ohne eingreifende Instanz, stark abgeschwächt sein, oder vielleicht nahezu aufgehoben. Jetzt gehe ich jedoch von der Durchschnittsfamilie aus, deren Prinzip auf Beurteilung von gut und böse basiert, so präsentieren sich die Eltern schon als richtende Instanz und vermitteln gerade mit empfohlenen Erziehungsmethoden Unzufriedenheit.

Das hört sich jetzt fast ein bisschen an, wie ein Plädoyer gegen homeschooling, aber Nein, das ist es in keinster Weise, sondern vielmehr wollte ich damit aufzeigen, wie grundlegend wichtig das respektvolle Miteinander in der Familie für das Selbstbild nach außen ist und zusätzlich, wie wenig ich dadurch glaube, daß Schule als Sozialisierungsfaktor in Frage kommt. Letztenendes läuft sogar die Art, wie man Bekanntschaften, Freundschaften und Beziehungen knüpft und umsetzt auf diesen Aspekt hinaus, so daß sich gleichzeitig die Zweifel, ob denn mein Sohn überhaupt Freundschaften schließen kann, wenn er nicht in die Schule geht, beginnen aufzulösen.

Leider gelingt es mir nie so recht konzentriert eine Linie zu halten, um schlüssig zu argumentieren, aber ich glaube das Wesentliche ist mir doch gelungen und es würden mich brennend Deine Meinungen dazu interessieren!!!

Liebe Grüße

Bea (Wilde Blume)

*Anmerkung:  diese Artikel habe ich auch bei Genügsames Leben gepostet.

Was ich sehe, sind zwei Philosophien, die scheinen, ständig im Krieg zu sein:

1) die Bedürfnisse der Vielen überwiegen die Bedürfnisse der Wenigen oder des Einzelnen.

2) die Bedürfnisse des Einzelnen überwiegen die Bedürfnisse der Vielen.

Diese Schlacht ist nicht notwendig. Wir können 1) erreichen, indem wir uns 2) zu eigen machen. Ich behaupte, daß der Versuch ausschließlich Idee 1 in der Gesellschaft anzuwenden (etwa in der Schule?!) tatsächlich die Binde- und kooperative Natur der Gesellschaft zerstören würde. Die Zwangsumwandlung der freien Einzelpersonen in eine gefällige, nichts-in-frage-stellende Bevölkerung dient nicht die besten Interessen von den Vielen, denn wo ist dann Kreativität, Freude und Innovation?

Nur wenn wir die Freiheit haben, daß zu lernen was wir wollen, dem nachzugehen, was uns interessiert, werden wir effektiv die Bedürfnisse der Gesellschaft dienen, und folglich wird die Gesellschaft dadurch angereichert und erweitert. In der Suche nach Spock, als Kapitän Kirk, der die Vereinigung widersetzte, um Spock zu retten, setzte er die Bedürfnisse seines Freunds über die Seinen. Aber die Bedürfnisse Spocks waren seine Bedürfniss, denn er hätte nicht mit sich selbst leben können, hätte er nicht versucht seinen Freund Spock zu retten. Die Verfolgung schöpfte aller Tapferkeit und Kreativität der Mannschaft, die sich freiwillig an der Suche beteiligte und dadurch in ihrem Zweck vereinheitlicht wurden. Selbstverständlich waren sie erfolgreich, das sehen wir an die weiteren Star Treck Folgen!

Als Erzieher unsere Kinder erlauben wir uns die Freiheit, sie die Welt als eine wunderbare Ort zu sehen: um Forschungen anzustellen, Entdeckungen zu machen und das Leben verstehen zu lernen. Sie sind in der realen Welt jeden Tag und erfahren das Leben, wie es gelebt werden soll. Wir können ihnen zeigen, wie man die Gesellschaft dient (Macrowelt) durch das Erlernen und Erleben des Dienens zuerst in ihren unmittelbaren Umfeld, bei uns, zu Hause (Microwelt). Sie sind frei, ihre Interessen nachzugehen und ihre Neugierde zu stillen, worin liegen die Schlüssel zur Kreativität und Erfindungsgeist. Wir dienen die Gesellschaft, in dem wir die Bedürfnisse der Wenigen –oder gar des Einzelnen– nachgehen.

Der Tatsache das dieses soziale Lernen zu Hause stattfindet muß man sich bewusst werden lassen. Hier lernen unsere Kinder: generationsübergreifende und gesellschaftstauglich in einer Umgebung voller Annahme und Geborgenheit. Und wenn Disziplin, Korrektur, Zurechtweisung nötig sein sollte, dann geschieht dies eben auch durch Menschen, die diese Kinder nicht nur lieben, sondern, die dieses Kind über die Stunde, den Tag, die Woche, ja über das Schuljahr hinaus begleiten. Ich will damit sagen: Eltern haben eine tiefe Interesse daran, zu sehen, dass Kinder gedeihen, lernen und sich weiter entwickeln. Sie haben diese Interesse, zum einen, weil die Kinder eine natürliche Fortsetzung sich selbst sind, zum anderen haben sie diese Verantwortung, denn “Eltern haften für ihre Kinder”.

In jeder Institution (Schule, Kiga, Hort usw.), mögen da so viele engagierte, nette Menschen arbeiten, kann es nur eine schwache Abbild der herkömmliche Familie geben. Zu häufig sind Kinder überwiegend der Gesellschaft ihres Gleichen für zu viel Zeit des Tages überlassen. Die Möglichkeit, seine eigene Interesse nachzugehen in einer Umgebung der Geborgenheit ist nahezu unmöglich. Es herrscht Regel 1, die Bedürfnisse der Vielen überstimmen die Bedürfnisse des Einzelnen. Es mag eventuell wenige Lehrer geben, die aus dieser Situation eine annähernde gesunde Klima schaffen, um ein optimales, selbst bestimmtes Lernen zu ermöglichen. Aber allzu oft herrschen in der Schule andere Mächte: Lehrplanmacht, Zensuren, Klassengrößen von über 20 Kinder (das wäre eine kleine Klasse!). Dabei habe ich solche unangenehme Tendenzen nicht erwähnt, wie etwa Mobbing (unter Schüler wie auch unter Kollegen), Gruppenzwang (ebenfalls unter Schüler sowie Kollegen)…

Im Namen der Integration, im Namen der Bildung und im Namen der Sozialisation von Kinder werden sie verpflichtet (!), in Schulen zu gehen, um gesellschaftstauglich zu werden. Das da nicht optimale Arbeit geleistet wird, braucht man lediglich die Zeitung aufzuschlagen; mit den Unternehmer zu reden, die beklagen, dass es keine besondere Auslese unter den vielen “erfolgreiche” Schulabgänger zu finden sind. Und die Zahl der nicht “erfolgreichen” Schulabgänger steigt stets.

In einem Klassenzimmer ist die Primärfunktion des Lehrers die Massensteuerung. Gleichabhängigkeit hält die Herde zusammen: das ist das Positive an Gruppenzwang! Das Außerordentliche wird als Unannehmlichkeit angesehen, besonders wenn sie nicht auf dem Schulekalender oder in den Lehrplänen ist. Das Einverständnis wird erwartet: unabhängig von der Situation und wer das Material, die Umsetzung, das Ziel in Frage stellt, wird als Unruhestifter betrachtet. Das Lernen findet in 3/4 Stundentakt statt. Dies geschieht im Namen des Förderns der Gesellschaft, der Zufriedenheit der Bedürfnisse von den Vielen, durch das Ignorieren der Bedürfnisse von den Wenigen oder des Einzelnen.

Diese, m.E. verkehrte Denkweise verfolgt die Bundesregierung. Ich zitiere aus der Antwort auf Frau Frau Volkmanns Anfrage: Warum ist Heimunterricht nicht möglich?

[Der Erziehungsauftrag des Staates] richtet sich auch auf die Heranbildung verantwortlicher Staatsbürger, die verantwortungsbewusst an den demokratischen Prozessen in einer pluralistischen Gesellschaft teilhaben. Die Offenheit für ein breites Spektrum von Meinungen und Auffassungen ist konstitutive Voraussetzung einer öffentlichen Schule in einem freiheitlich-demokratischen Gemeinwesen.

Bedauerlicherweise sehe ich durch die Strukturen, die Schulen im Allgemeinen haben, gibt es nicht viel Spielraum, damit Kinder entdecken und umsetzten können, wenn es darum gehen soll, “verantwortungsbewusst an den demokratischen Prozessen in einer pluralistischen Gesellschaft teilhaben”: Sie haben keine Mitbestimmungsrecht über ihren schulischen Alltag. Es wird vom Staat her gesagt, wann sie da sein müssen, welche Fächer, in welche Reihenfolge, in welcher Intensität, begrenzt auf 45 Minuten Takt, wann sie Hunger verspüren dürfen, wann sie ihr Bewegungsdrang für ganze 10 Minuten nachgehen dürfen. Das Lerntempo wird höchstens von den Vielen gelenkt, meistens aber von den Einzelnen, hier ist selbstverständlich von der Lehrer die Rede!

Ferner heißt es:

Die allgemeine Schulpflicht dient dem legitimen Ziel der Durchsetzung des staatlichen Erziehungsauftrags. Dieser Auftrag richtet sich nicht nur auf die Vermittlung von Wissen und die Erziehung zu einer selbstverantwortlichen Persönlichkeit.

Merkwürdigerweise herrscht die Meinung, man könne unter Fremdbestimmung (wie sie einfach durch festgelegte Lehrpläne durchgesetzt wird) lernen, ein selbstverantwortliche Persönlichkeit zu werden.

Meine Zusammenfassung ist, daß wir eine dynamische, emporkommende Gesellschaft erst und nur dann entwickeln werden, wenn wir von der Gedanke des kollektiven Lernen und Leben aufgeben und zu eine Familien orientierten Leben, Lernen und Bildung zurückfinden. Das, meine liebe Leserin, mein lieber Leser, wäre ein Familien freundliches Deutschland!

Wie siehst du diese Sachlage?

Anfrage: Warum ist Heimunterricht nicht möglich?

Antwort: Im Auftrag der Bundeskanzlerin

Reaktion: An der Presse- und Informationsamt der Bundesregierung

Reaktion: An Bundeskanzlerin Frau Merkel

Wir würden uns freuen, wenn wir dafür viele UnterstützerInnen gewinnen würden, in der Form, daß man sich mit Namen und Adresse einträgt, und daraus wird dann eine Liste gemacht, welche dem Schreiben beigelegt wird.

Möchtest du dich daran beteiligen? Kontakt bitte Eljascha.