Von Bianka hat Bildungsvielfalt einen Blog Award bekommen. Ich bedanke mich ganz herzlich dafür!

Den “Brilliant Weblog Award” bekommen Websites und Blogs, die besonders wegen ihrer Aktualität, Themen und der Designs auffallen.

Hier sind die Regeln für den Award:

1. Die Ausgezeichneten dürfen das Logo mitnehmen und auf ihrem Blog platzieren.
2. Als Dank setzen sie einen Link zu der Seite, welche sie ausgezeichnet hat.
3. Sucht euch mindestens 7 Blogs aus, welchen ihr diese Auszeichnung verleihen möchtet. Blogs welche eurer Meinung nach brillant in in ihrem Fachgebiet oder im Design sind!
4. Setzt einen Link zu diesen Seiten.
5. Benachrichtigt die Blog-Betreiber, dass sie mit dem Award “Brillante Weblog” ausgezeichnet wurden.

Ich verleihe den Blog Award an folgende Blogs und Websites weiter:

Informationszentrum Leben ohne Schule
SCHUL-KRITIK.de
bildungsfreiheit.org

Rette sich wer kann!
keimform.de

Kreide fressen
Jugendbücher-Blog
Ratgeber Kinderbuch

Einen Besuch dieser Seiten empfehle ich allen LeserInnen natürlich gerne und ganz besonders.

Was mir noch wichtig ist:
Ich persönlich knüpfe an die Weitergabe des Blog Awards keinerlei Erwartungen bezüglich der Einhaltung der oben genannten Regeln. Ich nutze aber gerne die Möglichkeit, auf diese Weise Seiten, die ich lesenswert finde, ein bißchen bekannter zu machen.

Quergelesen: 

“Demokratie wird nur durch Erleben erlernt, und das geschieht auch in der Schule”, kommentierte der GEW-Landeschef [Sachsen-Anhalt], Thomas Lippmann, das gestern vorgestellte Konzept der Landesregierung zu einer Demokratieoffensive des Landes. Demokratiedefizite einstehen in den realen Lebensprozessen und können deshalb nur zu geringen Teilen durch die Schule aufgearbeitet werden. “Lehrer können `Stammtischparolen` nicht aus den Köpfen verbannen, wenn Demokratie nicht gelebt wird”, fügte Lippmann hinzu….

…Lippmann regte an, endlich verlässliche Untersuchungen anzustellen, welchen Beitrag die Schule überhaupt in der Demokratieerziehung leisten könne.

<den ganzen Beitrag lesen>

Wenn wir über Bildungsvielfalt reden, dann müssen wir auch diesen Themen angehen:

  • Was ist Demokratie?
  • Wo lernt man demokratisches Verhalten?
  • Kann man erwarten, daß die Schule die Demokratieerziehung übernimmt?
  • Sollte eine Demokratieerziehung nicht besser in familiären Umfeld stattfinden?
  • Welchen Fragen fallen dir ein?  Bitte ein Kommentar!

Für euch gelesen.  Der diesjährige Treffen findet in Leipzig statt, vom 25. Juli bis 3. August, 2008.

Was ist EUDEC?

EUDEC steht für European Democratic Education Conference und ist ein Treffen von Schülern, Lehrern, Eltern und Mitarbeitern an demokratischen Schulen und Bildungsprojekten und Menschen, die sich dafür interessieren. Das Treffen wird regelmäßig stattfinden und soll einerseits dem Austausch der demokratischen Schulen in Europa untereinander dienen, andererseits der interessierten Öffentlichkeit, Wissenschaftlern und politischen Entscheidungsträgern die Möglichkeit geben, sich mit diesen Projekten auseinanderzusetzen.

Der Impuls für ein solches Treffen geht aus von der IDEC, der International Democratic Education Conference, die seit 1993 jedes Jahr in einem anderen Teil der Welt stattfindet und immer von einer demokratischen Schule ausgerichtet wird. Zahlreiche Teilnehmer aus europäischen Ländern beklagen seit Jahren, dass die Teilnahme an den IDECs nur unter großem finanziellem und zeitlichem Aufwand und besonders für Schüler oft gar nicht möglich ist. Deshalb wird seit längerem die Möglichkeit regionaler Treffen diskutiert. Im August 2006 trafen sich Menschen aus verschiedenen europäischen Ländern in der Sands School in Großbritannien und beschlossen, das Projekt europäischer Treffen ernsthaft anzugehen – die Idee der EUDEC war geboren.

Wann und wo findet die EUDEC statt?

Die erste EUDEC findet vom 25. Juli bis 3. August 2008 in Leipzig in Deutschland statt. Die Erziehungswissenschaftliche Fakultät der Universität Leipzig stellt ihre Räume und ihr Gelände für diese Konferenz zur Verfügung.

Wenn du da noch merh Infos brauchst, dann bitte hier klicken!

Faszinierend und begeisternd las ich:

We hereby call upon all students, teachers, academics, researchers and politicians committed to democratic education to contribute their ideas and experience to EUDEC 2008 in the form of a lecture, workshop or presentation. All abstracts must be received by

31 March 2008

Please submit your abstract using the attached pdf form, preferably by email, to:

Prof. Dr. Michael Gebauer
Universität Leipzig
Erziehungswissenschaftliche Fakultät

Karl-Heine-Straße 22b
04229 Leipzig / Germany

Tel.: +49 (0) 341 / 973 1451
FAX: +49 (0) 341 / 973 1459
gebauer@uni-leipzig.de

Following the conference all submitted papers will be published in the form of a conference book.

Das englische Wort student bedeutet Schüler (nicht Student).  Wie erfrischend, daß man Schüler eine solche Aufgabe zutraut!

Conference topics:

Conference Themes:

  • Democratic Education / Democratisation of Education
  • Democratic School Development and Projects in Europe
  • Scientific Theories, Concepts and Insights on Self-Directed and Informal Learning
  • Student Voice
  • Educational Reform
  • Natural Learning
  • Children’s Rights

Ob die Junge Männer von Schul-Kritik da lust hätten, hinzugehen und mitzuwirken?

Ich liebe es, in der Bloggerszene herum zu surfen.  Da trifft man auf authentische Menschen, die alles mögliche schreiben.  Heute möchte ich euch vom “Muttersein” schreiben.

Nein, Kinder sind wirklich toll! Eine Grenzerfahrung. Wie Bungeejumping, nur länger. Und nichts auf der Welt bereitet Dich auf den Schockzustand der ersten Wochen vor. Und noch schlimmer: nichts auf der Welt hat Dich ahnen lassen, dass Du jemals mit dieser Intensität, mit dieser Kompromisslosigkeit lieben würdest. Welten verschieben sich, wichtiges wird unwichtig, nichts wird wieder sein, wie es mal war.

Und während Dir plötzlich klar wird, dass Du vom Moment der Geburt an für immer verletzlich sein wirst, weißt Du, dass es etwas gibt, dass das aufwiegt. Ein einziges Wort. Mama.

Auf Koljaslog schrieb Kaleema vor nicht allzulanger Zeit diese abschließende Worte.  Ihr Beitrag geht eigentlich darum, wie Sehnsucht und Realität manchmal sehr weitauseinander klaffen.  Es ist eine wunderschöne Beschreibung, wie die Verwandelung von Frau zu Mutter sich entfaltet.  Eine Zeit der wechselnde Gefühle.  Eine Veränderung für immer.

Mutter zu sein ist eine wunderbare Herausforderung und eine Ehrentitel zu tragen.  Aber unsere Gesellschaft unterliegt eine Wandel… überall lesen oder hören wir von Eltern, von Müttern, die überfordert sind, die in ihrer Not zu grausame Gewalttaten getrieben werden.  Wir sind entsetzt und die Gesellschaft schreit nach Hilfe:  Wir können nicht zulassen, daß solche kleine Wesen, schutzbedürftige Kinder, solchen Gewalt ungeschützt gegenüber stehen!  Der Schrei nach staatliche Hilfe ist groß, soll sich doch der Staat um seine Bürger und ins Besondere die schwärcheren Glieder der Gesellschaft kümmern.

Mutter zu sein, auf der eine Seite, die gesellschaftliche Entwicklung, auf der andere Seite, sind zwei große Felder, die sehr wohl unsere Bildungspolitik formen.  Vielleicht sollte ich es genauer sagen:  Die Perzeption des Mutterseins und die gefühlte gesellschaftliche Entwicklungen lenken die politische, journalistische und allgemein-schulische Bemühungen, etwas positives zu bewirken.

Ich persönlich denke, wir müssen über diese Tendenzen, Entwicklungen und Beobachtungen reden.  Dieser Reihe nenne ich “Du bist Deutschland”  (ja, ich habe den Titel geklaut!  Aber wir wollen sie hier mit authentische Bilder von unsere Gesellschaft mit Leben ausmalen.)  Muttersein ist ein nicht zu unterschätzender Fassette Deutschlande und ich freue mich, sie mit dir wieder zu entdecken!

Wie siehst du die Mutter von heute?

Anfrage: Warum ist Heimunterricht nicht möglich?

Antwort: Im Auftrag der Bundeskanzlerin

Reaktion: An der Presse- und Informationsamt der Bundesregierung

Reaktion: An Bundeskanzlerin Frau Merkel

Wir würden uns freuen, wenn wir dafür viele UnterstützerInnen gewinnen würden, in der Form, daß man sich mit Namen und Adresse einträgt, und daraus wird dann eine Liste gemacht, welche dem Schreiben beigelegt wird.

Möchtest du dich daran beteiligen? Kontakt bitte Eljascha.

Stefan Sedlaczek
Kaiserstraße 61
53721 Siegburg, den 09.02.2008

Bundeskanzlerin Angela Merkel
Bundeskanzleramt
Willy-Brandt-Straße 1
10557 Berlin

Verstaatlichtes Schulwesen als Bildungsmonopol für junge Menschen

Sehr geehrte Frau Dr. Merkel,

ob der Grundsätzlichkeit und Wichtigkeit des Themas ist es ja möglich, daß Sie die Anfrage von Frau Volkmann auf www.direktzurkanzlerin.de persönlich zu Gesicht bekommen haben.

Die Antwort des Presse- und Informationsamtes der Bundesrepublik legt andererseits nahe, daß dies nicht geschehen ist. Ich erlaube mir daher Ihnen meine Antwort darauf persönlich zu übersenden. Sie finden diese anliegend.

Sie stellen auf Ihrer Website dar, daß es Ihre Überzeugung ist, “ein hohes Maß an Veränderungsbereitschaft und Flexibilität” aufzubringen und äußern weiterhin:

“Es gehört zu meinen festen Überzeugungen, dass nicht der Staat, sondern immer der einzelne Mensch in seiner unveräußerlichen Würde, in seiner Einzigartigkeit, aber auch in seiner Fehlbarkeit, im Mittelpunkt unseres Handelns stehen muss, und zwar vom Anfang seines Lebens bis zum Ende.”

Nichts davon findet sich für junge Familien und die jungen Menschen, die in staatlich monopolisierte Schulen genötigt und gezwungen werden - nicht um sich zu bilden, sondern damit diese dort unterrichtet und staatlich geformt werden. Jungen Menschen steht nicht - wie Erwachsenen - ein einigermaßen freier und auch privater Bildungmarkt offen, sie haben von Staats wegen gefälligst in Gleichaltrigenanstalten ghettoisiert zu werden, wo Ihnen reife und erwachsene Vorbilder fast völlig fehlen. Die beste Schule ist das Leben, heißt es seit Jahrhunderten. Nur wir reißen die jungen Leute aus diesem heraus - demnächst auch noch ganztägig und noch früher. Diese Problematik ist nicht nur Ländersache, sondern berührt grundlegende Menschenrechte, an deren Einhaltung die Bundesrepublik Deutschland gebunden ist.

Mit freundlichen Grüßen

Stefan Sedlaczek
Diplom-Verwaltungswirt

Weitere Artikel:

Wir würden uns freuen, wenn wir dafür viele UnterstützerInnen gewinnen würden, in der Form, daß man sich mit Namen und Adresse einträgt, und daraus wird dann eine Liste gemacht, welche dem Schreiben beigelegt wird.

Möchtest du dich daran beteiligen?  Kontakt bitte Eljascha.

Stefan Sedlaczek
Kaiserstraße 61
53721 Siegburg, den 09.02.2008

An das
Presse- und Informationsamt der Bundesregierung
Dorotheenstraße 84
10117 Berlin

informationshalber auch an:
Direkt zur Kanzlerin!

Arnimallee 14
14195 Berlin

Ihre Antwort zur Anfrage von Frau Volkmann zum Thema Heimunterricht

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich beziehe mich auf die hier veröffentlichte Antwort http://www.direktzu.de/kanzlerin/messages/15673 und reklamiere die schlechte Qualität derselben.

Dies bezieht sich auf Inhalt und Umfang der Antwort, aber auch darauf, daß die Darlegungen im wesentlichen unzutreffend sind. Ich erwarte von Leuten, die den Anspruch haben, andere zu regieren - auch gegen deren Willen und Mandat -, zumindest Handlungen von einer diese Herrschaft im nachhinein legitimierenden Qualität. Es ist ganz offensichtlich und mithin unbestreitbar, daß diese Anfrage großes Interesse hervorgerufen hat, wie die Besucherzahlen als auch die große Zahl an Abstimmungen belegen. Diesem offenkundigen Interesse mit ein paar lapidaren Hinweisen zu begegnen, ist nicht nur völlig unangebracht, sondern auch ausgesprochen unhöflich.

Zur Sache selbst:

Eine allgemeine Schulpflicht besteht in Deutschland ebensowenig wie anderswo, einfach deshalb, weil es keine Schulpflicht gibt. Dies habe ich vordem ausführlich hier dargelegt: http://de.liberty.li/magazine/?id=4379 und es bleibt Ihnen das Privileg, als erster dieser Darlegung argumentativ zu widersprechen. Der hehre Begriff einer Pflicht taugt in Sachen Schulbesuch nun ganz und gar nicht. Aber lesen Sie selbst.

Richtig ist, daß das Schul- und Bildungswesen nach Grundgesetz und geltenden Papiergesetzen dieser Republik im Zuständigkeitsbereich der Länder liegt. Die durch die dortigen Länder-Papiergesetze erfolgende Nötigung zum Schulbesuch und insbesondere die Anwendung tätlich-gewaltsamen Schulzwanges sind aber Menschenrechtsverletzungen, die den Bund sehr wohl etwas angehen, hat er doch zahlreiche internationale Verträge und Erklärungen durch seine Vertreter unterzeichnen lassen. Mithin ist die Bundesregierung daraus sehr wohl verpflichtet dem durch die Bundesländer postuliertem und begangenem Unrecht zu begegnen. Hier handelt es sich um eine echte Pflicht aus Vertrag und zudem gemäß ausdrücklich erklärter Selbstverpflichtungen. Da helfen dann auch keine semantischen Tricks, wie zum Beispiel den Begriff der allgemeinen Zurverfügungstellung von elementaren Bildungsangeboten kurzerhand mit Schulpflicht zu übersetzen.(1) Es zeigt aber, welcher Ungeist da in Deutschland leider Gewohnheit ist.

Auch der Verweis auf einige zitierte Passagen des deutschen Bundesverfassungsgerichtes ist fast vollständig irreführend. Zum einen hat dasselbe Gericht verschiedentlich anders für Recht erkannt(2) und zum anderen sind dort die folgenden Punkte schlichtweg falsch:

* Einen staatlichen Erziehungsauftrag gibt es nicht und kann es in einer freiheitlichen Grundordnung auch nicht geben. Er wird auch nirgendwo im Grundgesetz angeführt. Gäbe es einen solchen Auftrag, dann würde der Staat seine Bürger bilden(3) - und nicht umgekehrt. Dies wäre zutiefst undemokratisch und unbestreitbar diktatorisch. Die Bürger bilden den Staat, nicht umgekehrt.
* Eine selbstverantwortliche Persönlichkeit kann die Schule ebenfalls weder formen (dies wäre auch ein Widerspruch in sich selbst!), noch auch nur positiv darauf einwirken. Und so erklärt weder das Bundesverfassungsgericht - und auch sie nicht -, wie dies vor sich gehen soll. Darüber wird keine Silbe verloren, eben weil dies nicht möglich ist. Man kann jemanden sowenig zwingen selbstverantwortlich zu sein, wie man ihn zwingen kann, solidarisch zu sein. Das weiß man in Europa spätestens seit Thomas von Aquin.
* Und was ist an einer Gesellschaft pluralistisch, in der der Staat -zudem bürokratisch - das Schulwesen komplett monopolisiert hat, ebenso wie auch das Ausbildungs- und Qualifikationswesen. Dies ist nicht Ausdruck eines freiheitlichen Gemeinwesens, sondern schlichtweg planwirtschaftliche Platzanweisermentalität, also inakzeptable Selektion und Diktat. Und wie demokratisch, verantwortlich und pluralistisch ist ein Bildungssystem, daß Bildung für junge Menschen (in ihrer wichtigsten Lernphase!) auf Schule beschränkt, während den Erwachsenen - Gott sei Dank - ein halbwegs freier Bildungsmarkt zur Verfügung steht.
* Auch stellt sich die Frage, wie frei eigentlich Wahlen sind, wenn die Wahlberechtigten zunächst von den zu Wählenden viele Jahre lang in ihre Schulen und ihren Unterricht genötigt und gezwungen werden? Zumal ihre Karrierechancen wesentlich von deren Benotung abhängen! Eine freiheitlich-demokratische Rechtsordnung ist das ganz sicher nicht.

Wie man es nun gar unter einen Hut bringt, einerseits Pluralismus zu postulieren und andererseits “Parallelgesellschaften” zu verhindern, das hat mir auch noch keiner erklärt. Im übrigen sind dazu Schulpflicht und Schulzwang weder legitime, noch auch nur geeignete Mittel. Das ist gleich aus zweierlei unbestreitbaren Gründen ganz offensichtlich: Denn wir haben in Deutschland Schulpflicht und Schulzwang und wir haben Parallelgesellschaften. Und im zivilisierten Ausland gibt es Homeschooling - und die Homeschooler bilden eben keine Parallelgesellschaft, sondern zunehmend das Rückgrad einer Zivilisation, die ihre Kinder und deren Benehmen durch die real-existierende Beschulung und deren Nachteile beschädigt. Wenn Sie einmal auf einem Treffen von Homeschoolern sind, werden Sie den - schon eklatanten - Unterschied sofort spüren.  Dem Unterzeichner, der lange und zahlreiche Erfahrung in der Jugendarbeit hat, ist bei einer solchen Gelegenheit auch noch eine Menge mehr Positives aufgefallen.

Das Thema Integration hat natürlich seine eigene Problematik. Es ist jedenfalls unstatthaft, nun die Einheimischen in Regreß zu nehmen und ihnen deshalb ihre natürlichen Freiheiten und Rechte zu nehmen. Dasselbe gilt natürlich auch für die Zugezogenen. Zum anderen ist Integration nur in einem doch sehr engen Rahmen notwendig und Wunschdenken (egal ob “alle sollen so sein wie ich” oder Multikulti) ist hier völlig fehl am Platze.

Woher Sie dann schlußendlich die Sicherheit nehmen, daß Frau Volkmann eine geeignete Schule finden wird, erläutern Sie leider ebenfalls nicht näher(4), die Annahme aber, daß ausgerechnet das Zusammensein mit Gleichaltrigen Garant einer bestmöglichen Förderung sein soll, ist völlig abwegig. Das Vorbild erwachsener und reifer, lebensbewährter Menschen ist Kindern förderlich, nicht die gleichaltrige Peer-Group auf dem Schulhof und im Klassenraum. Lesen Sie denn nicht die neuesten Bücher(5), bekommen Sie so gar nicht die neuesten wissenschaftlichen und empirischen Erkenntnisse mit? Die durch die real-existierende Schule bedingte Gleichaltrigenorientierung steht gar im Verdacht der massenweise Auslöser der Zivilisationskrankheit Pubertät zu sein!

Ihr Umgang mit dem wohl wichtigsten Thema eines jeden Gemeinwesens, der Behandlung und Förderung der Heranwachsenden, ist offenbar unverantwortlich und ich appelliere an Sie, die Qualität Ihrer Arbeit deutlich zu verbessern.  Dann werden Sie auch zu einer anderen Sichtweise kommen und Ihre heutigen Positionen aufgeben wollen. Und dann -vielleicht - kann eine Bundesregierung den Menschen hier in Deutschland dienen. Dasselbe gilt für die Bundeskanzlerin.  Richten Sie ihr dies bitte aus.

Mit freundlichen Grüßen
gez.

Stefan Sedlaczek
Diplom-Verwaltungswirt

(1) Internationales Übereinkommen über die Rechte des Kindes vom 20.November 1989, siehe auch Broschüre “Die Rechte der Kinder” des BMFSFJ.

(2) Siehe z.B. Fritz Ossenbühl, Das elterliche Erziehungsrecht im Sinne des Grundgesetzes, Verlag Duncker & Humboldt in Berlin und auch das Goldbecher-Gutachten

(3) Allerdings erwarteten die Alliierten, allen voran die US-Amerikaner, nach dem Krieg die Umerziehung des Volkes. Heute aber machen sich selbst die US-Staaten für Homeschooling stark.

(4) Sie nehmen wohl kaum an, daß in der staatlich-monopolisierten Automobilproduktion der DDR jeder sein geeignetes Auto gefunden hat? Siehe auch meinen kurzen Artikel zum Bildungs-Trabbi

(5) So zum Beispiel Gabor Maté und Gordon Neufeld aus Kanada sowie verschiedene Studien im In- und Ausland.

Weitere Artikel:

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Im Auftrag der Bundeskanzlerin
Über Bildung
Am 08. Februar
Antwort Antwort

Re: Warum ist Heimunterricht nicht möglich?

Sehr geehrte Frau Volkmann,

vielen Dank für Ihre Mail, die wir im Auftrag der Bundeskanzlerin beantworten.

In Deutschland besteht allgemeine Schulpflicht. Für die Umsetzung sind ausschließlich die Länder zuständig.

In der Sache haben sowohl das Bundesverfassungsgericht als auch der Bundesgerichtshof gute Gründe für die Schulpflicht genannt. So heißt es in dem Beschluss des Bundesverfassungsgerichts vom 31. Mai 2006: „Die allgemeine Schulpflicht dient dem legitimen Ziel der Durchsetzung des staatlichen Erziehungsauftrags. Dieser Auftrag richtet sich nicht nur auf die Vermittlung von Wissen und die Erziehung zu einer selbstverantwortlichen Persönlichkeit. Er richtet sich auch auf die Heranbildung verantwortlicher Staatsbürger, die verantwortungsbewusst an den demokratischen Prozessen in einer pluralistischen Gesellschaft teilhaben. Die Offenheit für ein breites Spektrum von Meinungen und Auffassungen ist konstitutive Voraussetzung einer öffentlichen Schule in einem freiheitlich-demokratischen Gemeinwesen.“

In der von Ihnen zitierten Entscheidung des Bundesgerichtshofes wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass der Entstehung von religiös oder weltanschaulich geprägten „Parallelgesellschaften” entgegenzuwirken ist und Minderheiten zu integrieren sind. Dem ist nichts hinzuzufügen.

Bitte informieren Sie sich über die vielfältigen Schulangebote an Ihrem Wohnort. Fast alle Schulen bieten einen Tag der offenen Tür an oder stehen zu einem ausführlichen Informationsgespräch zur Verfügung. Wir sind sicher, dass Sie so eine geeignete Schule finden, auf dem Ihr Kind zusammen mit Gleichaltrigen bestmöglich gefördert wird.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

Presse- und Informationsamt der Bundesregierung

Weitere Artikel:

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