Ich liebe es, in der Bloggerszene herum zu surfen. Da trifft man auf authentische Menschen, die alles mögliche schreiben. Heute möchte ich euch vom “Muttersein” schreiben.
Nein, Kinder sind wirklich toll! Eine Grenzerfahrung. Wie Bungeejumping, nur länger. Und nichts auf der Welt bereitet Dich auf den Schockzustand der ersten Wochen vor. Und noch schlimmer: nichts auf der Welt hat Dich ahnen lassen, dass Du jemals mit dieser Intensität, mit dieser Kompromisslosigkeit lieben würdest. Welten verschieben sich, wichtiges wird unwichtig, nichts wird wieder sein, wie es mal war.
Und während Dir plötzlich klar wird, dass Du vom Moment der Geburt an für immer verletzlich sein wirst, weißt Du, dass es etwas gibt, dass das aufwiegt. Ein einziges Wort. Mama.
Auf Koljaslog schrieb Kaleema vor nicht allzulanger Zeit diese abschließende Worte. Ihr Beitrag geht eigentlich darum, wie Sehnsucht und Realität manchmal sehr weitauseinander klaffen. Es ist eine wunderschöne Beschreibung, wie die Verwandelung von Frau zu Mutter sich entfaltet. Eine Zeit der wechselnde Gefühle. Eine Veränderung für immer.
Mutter zu sein ist eine wunderbare Herausforderung und eine Ehrentitel zu tragen. Aber unsere Gesellschaft unterliegt eine Wandel… überall lesen oder hören wir von Eltern, von Müttern, die überfordert sind, die in ihrer Not zu grausame Gewalttaten getrieben werden. Wir sind entsetzt und die Gesellschaft schreit nach Hilfe: Wir können nicht zulassen, daß solche kleine Wesen, schutzbedürftige Kinder, solchen Gewalt ungeschützt gegenüber stehen! Der Schrei nach staatliche Hilfe ist groß, soll sich doch der Staat um seine Bürger und ins Besondere die schwärcheren Glieder der Gesellschaft kümmern.
Mutter zu sein, auf der eine Seite, die gesellschaftliche Entwicklung, auf der andere Seite, sind zwei große Felder, die sehr wohl unsere Bildungspolitik formen. Vielleicht sollte ich es genauer sagen: Die Perzeption des Mutterseins und die gefühlte gesellschaftliche Entwicklungen lenken die politische, journalistische und allgemein-schulische Bemühungen, etwas positives zu bewirken.
Ich persönlich denke, wir müssen über diese Tendenzen, Entwicklungen und Beobachtungen reden. Dieser Reihe nenne ich “Du bist Deutschland” (ja, ich habe den Titel geklaut! Aber wir wollen sie hier mit authentische Bilder von unsere Gesellschaft mit Leben ausmalen.) Muttersein ist ein nicht zu unterschätzender Fassette Deutschlande und ich freue mich, sie mit dir wieder zu entdecken!
Wie siehst du die Mutter von heute?